Radiomoderation: Eritrea

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Viele vergleichen Eritrea mit Nordkorea. Das kleine Land am Horn von Afrika schottet sich ab und verlangt von seinen Bürgern Kadergehorsam. Präsident Isaias Afewerki regiert ununterbrochen seit der Unabhängigkeit. Doch ganz vorsichtig scheint Eritrea sich öffnen zu wollen.

Die Regierung hat festgestellt, dass im Alleingang kein wirtschaftlicher Fortschritt zu erreichen ist. Ein Putschversuch im Januar wurde zwar rigoros niedergebügelt, hat dem Präsidentenberater zufolge aber auch dazu geführt, über Verbesserungen vor allem für junge Eritreer nachzudenken.

Entwicklung oder Stillstand? Zwanzig Jahre nach der offiziellen Unabhängigkeit von Äthiopien sucht Eritrea seine Rolle auf dem Kontinent.

„Stillstand oder vorsichtige Öffnung? – Zwanzig Jahre Unabhängigkeit in Eritrea“

Breitengrad, Bayern2, am 17.7.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Sendung: Atommüll-Zwischenlager in Bayern

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Wer hat schon gern Castoren als Nachbarn? Überall dort, wo die Behälter mit radioaktivem Atommüll in Zwischenlagern stehen, sorgen sich Anwohner um die Sicherheit. Gerade erst hob ein Gericht die Genehmigung für das Zwischenlager Brunsbüttel in Schleswig-Holstein auf – eine Anwohnerin hatte jahrelang geklagt und gesiegt. Auch in Bayern wird Atommüll gelagert – in recht harmlos wirkenden Hallen. Kann das sicher sein?

Das bayerische Umweltministerium und die Atomkraftvertreter haben ein gemeinsames Mantra. Es lautet: „Die Zwischenlager sind sicher.“ Viele Bürger haben trotzdem Angst vor dem Castor von nebenan. Momentan lagern in bayerischen Zwischenlagern insgesamt 93 Castoren. Damit sind die Atommüll-Lager zu rund einem Fünftel gefüllt.

Anfang Juli soll die Suche nach einem Endlager neu beginnen – mit einem eigenen Endlagersuchgesetz. Nur: kein Bundesland will den radioaktiven Abfall haben, dessen Strahlung erst in 100 Millionen Jahren wieder auf ein natürliches Niveau sinkt. Zu erwarten ist eine Endlager-Suche nach dem St. Florians-Prinzip: bloß nicht vor meiner Haustür! Die Anwohner der jetzigen Zwischenlager befürchten bereits, den unliebsamen Nachbarn nie wieder loszuwerden.

„Eine Frage der Sicherheit – der Castor von nebenan“

Funkstreifzug, B5aktuell, am 23.6.2013, 9:15 Uhr und 12:15 Uhr
Eine Sendung von Christina Teuthorn

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Sendung: Atommüll-Endlager

Sendungen

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Das Dossier Politik beschäftigt sich am 19.6. mit der schwierigen Suche eines Endlagers für Atommüll. Darin zwei Beiträge von mir  – über die Sicherheit von Bayerns Atommüll-Zwischenlagern und Atommüll-Verklappung im Atlantik.

26 weitere Castoren sollten ursprünglich in den nächsten Jahren in Gorleben zwischengelagert werden. Jetzt braucht man andere Standorte und schon werden die Gräben zwischen den Bundesländern erneut offensichtlich. Nur zwei Bundesländer sind bereit, die Castoren vorübergehend aufzunehmen. Niemand will den Atommüll vor der eigenen Haustür. Doch solange kein Standort für ein Endlager gefunden wird, liegt der radioaktive Müll genau hier – vor der eigenen Haustür in Zwischenlagern. Sind sie am Ende die einzige Lösung, die politisch durchsetzbar ist?

„Endlose Endlagersuche – Atommüll Nein Danke!“

Dossier Politik, Bayern2, am 19.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Ina Krauß

Beiträge:

  • Der Castor von Nebenan – Die Zwischenlager in Bayern füllen sich langsam aber stetig und haben noch Kapazitäten frei (bei ca. 30’50)
  • Tickende Zeitbomben – Atommüllfässer im Atlantik (bei ca. 46’20)

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Radiomoderation: Präsidentschaftwahl in Iran

Moderation

Logo © BROhne große Begeisterung werden die Iraner am Freitag, 14.6.2013, ein neues Staatsoberhaupt bestimmen. Denn nur eine kleine Schar speziell ausgewählter Kandidaten wurde von der religiösen Führung des sehr traditionsbewussten Landes zur Präsidentenwahl zugelassen. Amtsinhaber Ahmadinedschad, ein bekannter Scharfmacher, darf nach geltendem Recht und nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die eigentliche Macht im Iran liegt allerdings in den Händen des schiitischen Klerus mit Ayatollah Ali Khamenei an der Spitze.

Die Wahl fällt in wirtschaftlich schwere Zeiten. Denn für die 75 Millionen Iraner haben die Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat wegen Teherans dubioser Atompolitik verhängt hat, drastische Folgen: Die Ölexporte haben sich halbiert und die Währung verliert täglich an Wert, während die Lebensmittelpreise beständig steigen. Die Auswirkungen der zuletzt noch einmal drastisch verschärften Strafmaßnahmen sind deshalb überall im Iran zu spüren.

„Wozu einen Präsidenten wählen? Irans höchstes Amt steht nicht zur Wahl“

Dossier Politik, Bayern2, am 12.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogäste:
Reinhard Baumgarten, ARD-Iran-Korrespondent und
Ulrich Pick, ehemaliger Iran-Korrespondent

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Radiomoderation: Frankreich in der Krise

Moderation

Logo © BRVon Francois Hollande, dem neuen Präsidenten, hatten sich die Franzosen erhofft, dass irgendwie alles wieder gut werden würde. Stattdessen wird alles schlechter. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Hiobsbotschaft. Eine Fabrik nach der anderen schließt, die Wachstumsprognose muss nach unten korrigiert werden.

3,2 Millionen Franzosen sind mittlerweile arbeitslos, mehr als 10 Prozent der Bevölkerung. 1.000 Franzosen verlieren jeden Tag ihre Arbeit – vor dem Hintergrund ist es kein Wunder, dass sich auch bei den Franzosen Angst ausbreitet, die noch Arbeit haben.

Der Korrekturbedarf in Frankreich ist enorm. Französische Grundüberzeugungen wie die des fürsorgenden Staates, die Ausrichtung der französischen Wirtschaft, die umfassenden Rechte der Arbeiter – es knirscht an allen Ecken und Enden. Woran liegt es, dass Präsident Hollande ein Jahr nach seinem Amtsantritt Strukturreformen nicht anpacken will?

„Die gelähmte Nation – Frankreich in der Krise“

Dossier Politik, Bayern2, am 29.5.2013, 21-22 Uhr
Wiederholung auf B5aktuell, am 2.6.2013, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast:
Pascal Thibaut, Deutschland-Korrespondent des französischen Rundfunks

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Radiomoderation: Brüchige Demokratie in Ungarn

Moderation

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Als die Ungarn 1989 ihre Grenzen für DDR-Flüchtlinge öffneten, schaute die Welt voller Bewunderung auf das mutige Land. Inzwischen sorgt der einstige Vorreiter in Sachen Demokratie und Freiheit mit umstrittenen Verfassungsänderungen und antisemitischen Ausfällen für Negativ-Schlagzeilen. Ungarns Regierungschef Viktor Orbán regiert mit seiner rechts-konservative Fidesz-Partei seit 2010 mit einer satten Zweidrittelmehrheit. Anfang März verabschiedete das Parlament bereits die vierte Änderung der erst vor gut einem Jahr in Kraft getretenen Verfassung. Zu den Kernpunkten der Novelle zählt die Entmachtung des Verfassungsgerichts. Rassismus und Antisemitismus sind in Ungarn mittlerweile salonfähig wie nirgendwo sonst in Europa. Der Protest gegen den Regierungskurs innerhalb des Landes hält sich, ein Jahr vor der nächsten Wahl, in überschaubaren Grenzen. Die Opposition ist schwach und zersplittert.

Außerhalb der Landesgrenzen löst die politische Entwicklung im EU-Land Ungarn zwar vielerorts Fassungslosigkeit und Entsetzen aus. Aber die Kritik trägt mitunter auch heuchlerische Züge. Viel zu viele haben Orbán viel zu lange gewähren und dadurch bei ihm die Gewissheit wachsen lassen, dass seine Angriffe auf den Rechtsstaat letzten Endes folgenlos bleiben werden. Auch im jüngsten Fall, nach der Entmachtung des Verfassungsgerichts, spielt Brüssel wieder auf Zeit: man müsse erst einmal prüfen, ob der neue Verfassungstext gegen europäisches Recht verstößt. Falls ja, werde man alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente nutzen. Das klingt vollmundig, ist es aber nicht. Denn EU-Vertragsverletzungsverfahren ziehen sich über Jahre hin und kratzen am Ende doch nur an der Oberfläche.

„Gefesselte Demokratie – Ungarn unter Viktor Orbán“

Dossier Politik, Bayern2, am 17.4.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast:
Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky

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Radiomoderation: Schweden

Moderation

Logo © BRDie Stockholmer waren schwer beleidigt, als sich das schwedische Fernsehen entschied, den Eurovision Song Contest 2013 in Malmö zu veranstalten und nicht in der Hauptstadt. Ausgerechnet Malmö!

Die drittgrößte Stadt des Landes gilt als das Schmuddelkind unter Schwedens Metropolen. Die Kriminalitätsrate ist hoch, die sozialen Brennpunkte in vielen Stadtteilen sichtbar. Wer mit dem Bus zur ESC-Arena fährt, kommt an Plattenbauten vorbei, die nichts mit der Bullerbü-Romantik der Schwedentouristen gemein haben.

Aber Malmö steckt mitten im Wandel. Die Stadt, in der Menschen aus hunderten Nationen leben, hat sich extrem verjüngt, am Ostseeufer entsteht ein neuer Stadtteil. Tim Krohn hat sich in Malmö mit Stadtplanern, Zuwanderern und Pendlern unterhalten und festgestellt: Nirgendwo sonst passt der ESC besser hin als hier.

„Schwedens Schmuddelkind – Malmö, die kleine Großstadt am Öresund“

Breitengrad, Bayern2, am 15.5.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Umweltschutz in China

Moderation

Logo © BRIm tiefen Südwesten Chinas schlängelt sich der Nu-Fluss durch die Bergwelt der Provinz Yunnan. Er kommt vom tibetischen Hochland und fließt weiter – dann unter dem Namen Salween – bis zur Andamanensee in Myanmar.

Durch hohe Gipfel abgeschnitten von der Außenwelt leben in dem canyonartigen Flusstal seit Jahrhunderten mehrere ethnische Minderheiten nebeneinander: die Lisu, die Nu, die Naxi, Tibeter und andere. Sie sind Buddhisten, Animisten, Katholiken und Protestanten. Der Nu ist ein ethnisch-religiöser Schmelztiegel.

So vielfältig wie die Kulturen ist auch die Natur in der Region. Die Biodiversität hier ist ungewöhnlich groß. Doch die Vielfalt am Nu-Fluss ist massiv bedroht. Chinas Regierung will einen der letzten frei fließenden Flüsse des Landes mit Staudämmen überziehen. Der ökologische und kulturelle Schaden wäre groß. Eine Reportage von Markus Rimmele.

„Bedrohte Vielfalt – Der Nu-Fluss in Südwestchina“

Breitengrad, Bayern2, am 10.4.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Politische Rolle der Kirche

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Grundgesetzlich sind Staat und Kirche in Deutschland getrennt, de facto aber  eng verbunden. In Bayern vertraglich über das Konkordat. Es stammt aus dem Jahr 1924 und räumt der katholischen Kirche nach wie vor zahlreiche Privilegien ein.

So zieht der Staat für die Kirchen die Kirchensteuer ein, Religion ist ein ordentliches Unterrichtsfach an den Schulen, bestimmte Lehrstühle an Bayerns Universitäten dürfen nur mit dem Einverständnis der Kirche besetzt werden und die Bischofsgehälter werden aus der Staatskasse finanziert.  Über 450 Millionen Euro haben die Bundesländer im letzten Jahr für kircheninterne Personalkosten gezahlt.

Die Linke will diese Praxis ändern und die Trennung von Staat und Kirche in die Realität umsetzen. Ihr im Bundestag eingebrachter Gesetzentwurf stößt aber bei allen anderen Parteien auf Widerstand, die schwarz-gelbe Bundesregierung sieht „keinen Handlungsbedarf“.

Doch selbst die christlichen Parteien diskutieren offen über gesellschaftliche Fragen, die im Widerspruch zur Kirchenmeinung stehen, Beispiel Lebenspartnerschaften. Zudem fällt die Kirche als Moralinstanz zunehmend aus, was auch daran liegt, dass ihre Vertreter immer häufiger damit beschäftigt sind, Skandale in den eigenen Reihen zu kommentieren.

„Unverzichtbar oder überflüssig? Die politische Rolle der Kirche in Deutschland“

Dossier Politik, Bayern2, am 27.3.2013, 21-22 Uhr
Wiederholung, B5aktuell, am 31.3.2013, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast:
Prof. Friedrich-Wilhelm Graf, evangelischer Theologe der LMU München.

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Radiosendung: Gewaltfreie Kommunikation

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Logo © BR„Nie hörst du mir zu!“ – „Sei doch nicht so empfindlich!“ Wenn die Emotionen hochkochen, können einem selbst schnell derartige Sätze herausrutschen. Die unausgesprochene Erwartung dahinter: „Du musst dich ändern!“ Um solchen unbewussten Kommunikationsfallen zu entkommen, hat der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“, entwickelt. Es hilft Menschen im Alltag und in festgefahrenen Konfliktsituationen, wertschätzender miteinander zu kommunizieren. Inzwischen hat Rosenberg Tausende von Menschen in mehr als dreißig Ländern in seiner Methode ausgebildet und wirksam in Konflikten vermittelt – etwa im Kosovo, in Kolumbien und in Israel.

Gewaltfreie Kommunikation – Wertschätzung statt Manipulation
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 27.03.13, 9 Uhr
(Wiederholung: Bayern2, radioWissen, 17.4.13, 15 Uhr)

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