Radiomoderation: Energiewende

Moderation

Logo © BRSeit über einem Jahr ist klar: Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Bis 2022 werden alle deutschen Reaktoren abgeschaltet. Bis dahin muss ein Großteil des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Doch gut ein Jahr nach dem Beschluss zum Atomausstieg ist nicht klar, wie die Wende geschafft werden kann, denn es fehlt an der nötigen Steuerung durch die Politik. Im Zuge des EEG, des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind kleinteilige Strukturen entstanden. Photovoltaikanlagen zieren die Haus- und Scheunendächer in Dörfern und Städten; Windparks und Biogasanlagen bestimmen das Landschaftsbild in Deutschland. Die großen Energieversorger geraten bei den erneuerbaren Energien ins Hintertreffen; die Stadtwerke sehen ihre Zeit gekommen, den großen vier den Rang abzulaufen. Die Stromnetze sind dem schnellen Ausbau von Solar- und Windkraft nicht gewachsen. Behindert wird der rasche Ausbau durch die politischen Querelen zwischen Nord- und Südländern. Der Bund tut sich schwer, die Führungsaufgabe bei der Energiewende zu übernehmen. Und für die Verbraucher bedeutet die Energiewende erst einmal steigende Strompreise. So gerät die Energiewende, zunächst von der Mehrheit der Deutschen mitgetragen, zunehmend in Misskredit. Das Dossier Politik zieht eine Zwischenbilanz.

„Ein Schritt vor, zwei zurück – der Tanz um die Energiewende“

Dossier Politik, Bayern2, am 28.11.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: ARD-Energieexperte Jürgen Döschner

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Radiomoderation: Wasserkraft in der Türkei

Moderation

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Rund 4000 Wasserkraftwerke sollen bis zum Jahr 2023 im Nordosten der Türkei gebaut werden. Das Land möchte pünktlich zum 100. Geburtstag der Republik in die „Top Ten“ der Industrienationen aufsteigen. Dazu muss ein gewaltiger und ständig wachsender Energiebedarf befriedigt werden. Gegenwärtig stillt die Türkei den wachsenden Energiehunger mit Öl- und Gaseinfuhren vorwiegend aus Russland, Aserbeidschan, dem Iran und von der Arabischen Halbinsel. In den kommenden Jahren sollen innertürkische Energiequellen stärker genutzt werden – allen voran die Wasserkraft. Der Nordosten der Türkei gehört zu den niederschlagreichsten Regionen Eurasiens. Die Gebirgslandlandschaft mit zahlreichen tief eingeschnittenen Tälern und Wasser führenden Bächen und Flüssen eignet sich nach Meinung der Energiewirtschaft ideal für die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke. Doch was als regenerative Energie gepriesen wird, erscheint den Menschen der betroffenen Gebiete als reiner Etikettenschwindel und ökologischer Albtraum. Für die Bewohner sind die Bäche und Flüsse eine Kraftquelle besonderer Art: Sie bedeuten ihnen Heimat, Besinnung, Verbundenheit.
Viele Menschen fürchten um ihre Teeplantagen und ihre weitgehend intakte Umwelt und Natur. Und sie fürchten um das Wasser ihrer Bäche und Flüsse, die vielerorts nicht nur zur Stromerzeugung genutzt werden, sondern auch durch gewaltige Tunnel im Gebirge umgeleitet werden sollen. Vielerorts formiert sich Widerstand. Die Bürger kämpfen einen ungleichen Kampf gegen gigantische wirtschaftliche Interessen und eine geradezu abergläubische Wachstumspolitik der herrschenden islamisch-konservativen Regierung in Ankara. Eine Reportage von Reinhard Baumgarten.

„Die Kraft der Bäche und Flüsse – Bewohner der türkischen Schwarzmeerküste wehren sich gegen Wasserkraftwerke“

Breitengrad, Bayern2, am 14.11.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Europas Separatisten

Moderation

Logo © BRKatalonien, Schottland, Südtirol – immer mehr Regionen in Europa streben nach kompletter oder teilweiser Unabhängigkeit. Der Protest richtet sich zwar meist gegen die Nationalstaaten, könnte aber langfristig auch den Zusammenhalt in der Europäischen Union gefährden. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise geht es oft ums Geld: Reiche Regionen fühlen sich nicht länger solidarisch mit ärmeren Landesteilen.
Das Ringen selbstbewusster Regionen nach größtmöglicher Unabhängigkeit trifft die EU unvorbereitet. Für die Aufspaltung eines Mitgliedsstaates gibt es in den europäischen Verträgen keine Regelung. Einziger Weg wäre der Austritt des ganzen Landes und die Rückkehr als mehrere Staaten. Diesem Vorgehen müssten aber alle EU-Mitglieder und die Parlamente zustimmen.

„Absetzbewegungen – Europas Separatisten begehren auf“

Dossier Politik, Bayern2, am 31.10.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Berthold Rittberger, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München

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Radiomoderation: Vertreibung in Kolumbien

Moderation

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Jeder zehnte Kolumbianer ist heimatlos, ein Vertriebener, ein Flüchtling im eigenen Land. Mehr als vier Millionen Menschen mussten aufgrund des langjährigen bewaffneten Konflikts zwischen Guerilla, Regierung und paramilitärischen Gruppen aus ihrer Heimat fliehen. Die meisten zog es vom Land an den Rand der Großstädte – oft ohne Arbeit, Geld und Perspektive. Zurückkehren wollen viele trotzdem nicht, sie haben Angst, in ihrer alten Heimat zwischen die Fronten zu geraten.
Doch auch die neuen Wohnorte sind nicht sicher. Besonders gefährdet sind vertriebene Frauen, die dort sexueller Gewalt ausgesetzt sind: Viele sind zudem ohne ihre Partner in die Stadt geflohen und müssen nun allein für das Einkommen der Familie sorgen und sich um die Kinder kümmern. In vielen Städten schließen sich die Frauen jetzt zu Interessengruppen zusammen: selbstbestimmt, selbstorganisiert und als Beispiel für andere: „Wir sind Hausfrauen und Bäuerinnen, die sich“ – wie die Frauen der Karibikstadt Cartagena selbstbewusst sagen – „innerhalb von wenigen Jahren in Aktivistinnen verwandelt haben“. Doch wer sich für die Rechte von Frauen und Binnenvertriebenen einsetzt, lebt gefährlich: Mehrere Friedensaktivistinnen sind in den vergangenen Jahren bedroht, einige sogar ermordet worden. Florian Meyer-Hawranek hat die heimatlosen Frauen begleitet.

„Von Frauen auf der Flucht – Vertreibung in Kolumbien“

Breitengrad, Bayern2, am 10.10.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Wahl in den USA

Moderation

Logo © BRDie Kontrahenten könnten kaum unterschiedlicher sein: Der realpolitische US-Präsident, dessen visionärer Lack nach vier Jahren im Weißen Haus ab ist, gegen einen kühl kalkulierenden Ex-Finanzmanager, der Amerikas Wirtschaft wieder flottmachen will. Für Obama und Romney beginnt jetzt die heiße Wahlkampfphase.

Die Parteitage der Republikaner und Demokraten sind vorbei – als mediale Einstimmung der Anhängerschaft auf die kommenden harten Wochen bis zum Wahltag am 6. November haben beide Lager die mehrtägigen Polit-Heerschauen für ihre Zwecke nutzen können. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes: Der Zustand der US-Wirtschaft, die verhältnismäßig auf hohem Niveau stagnierende Arbeitslosen- quote von derzeit 8,1 Prozent, die Staatsverschuldung des Landes.

Geld spielt – wie in jedem amerikanischen Wahlkampfjahr – auch dieses Mal eine besondere Rolle. Von der Höhe der Spendengelder hängt die Fähigkeit der Kandidaten ab, ihre Werbespots in den Medien zu schalten, online, in Radio- und Fernsehsendern, in den US-Zeitungen. Doch selbst für amerikanische Verhältnisse stellt das präsidiale Wahlkampfjahr 2012 eine Ausnahme dar: Erstmals können finanzstarke Privatpersonen Wahlkampfspenden in unbegrenzter Höhe leisten, sofern sie nicht einem individuellen Kandidaten zur Verfügung gestellt werden, sondern einem politischen Thema. Niemals zuvor in der jüngeren US-Geschichte haben wohlhabende Finanziers derart massiv und direkt Einfluss auf das Wahlgeschehen ausüben können.

„USA – Im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft beginnt die heiße Phase“

Dossier Politik, Bayern2, am 19.9.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: BR-Politikredakteur und ehemaliger USA-Hörfunk-Korrespondent Klaus Kastan.

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Radiomoderation: Immobilienboom

Moderation

Logo © BRZinsen im Keller, Euro und Aktienentwicklung unsicher – da wollen immer mehr Deutsche ihr Geld in Immobilien anlegen. Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen daher in astronomische Höhen. Vor allem Ballungszentren wie Berlin, München oder Frankfurt gelten als gute Kapitalanlage. Die Kommunalpolitik beobachtet diese Entwicklung mit Sorge.

Ebenfalls attraktiv für Investoren sind Ferienimmobilien in den Alpen oder an Nord- und Ostsee. Selbst Mecklenburg-Vorpommern, das über Bevölkerungsschwund klagt, erlebt auf Rügen und Usedom mancherorts einen Aufschwung, der die Einheimischen erstaunt.

Ein besonderer Aspekt der aktuellen Entwicklung ist der Einfluss des Auslands: Zum einen drängen ausländische Privatpersonen auf den Immobilienmarkt in Deutschland, zum anderen suchen zunehmend Wohnungsbau-Gesellschaften mit Kapital aus den angelsächsischen Ländern als Eigentümer und Vermieter hohe Rendite-Erwartungen umzusetzen. Auch hier befürchtet die Politik Verwerfungen. Fragt sich, ob der Aufwärts-Trend bei Immobilien auf sicherem Grund steht.

„Auf sicherem Grund? Aspekte des Immobilienbooms in Deutschland“

Dossier Politik, Bayern2, am 5.9.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 9.9.2012, 11-12 Uhr (Wiederholung)

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung, Universität Regensburg

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Radiomoderation: Bundestagswahl 2013

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Schwarz-gelb streitet auch im vierten Koalitionsjahr um die politische Ausrichtung, die Opposition sucht ein schärferes Profil. Das alles vor dem Hintergrund gravierender Probleme wie der Energiewende und der Euro-Schuldenkrise. Diese haben sowohl Union als auch SPD zum herausragenden Wahlkampfthema erklärt. Fraglich ist derzeit aber noch, wie sich die SPD hier von der Union unterscheiden will. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat es in der Sommerpause versucht mit dem Vorschlag einer Schuldenunion. Dieser findet zwar im Ausland durchaus positive Resonanz, nicht aber in Deutschland. Womit also will die SPD inhaltlich punkten gegen eine Union, die vor allem von der hohen Popularität der Kanzlerin profitiert? Und die mit sich selbst ringt, vielen ist der Kurs der Parteichefin längst nicht mehr konservativ genug.

„Poröse Koalition, uneinige Opposition: Ein Jahr vor der Bundestagswahl“

Dossier Politik, Bayern2, am 29.8.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 2.9.2012, 11-12 Uhr (Wiederholung)

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Dietmar Riemer, Leiter des NDR-Hauptstadtstudios in Berlin

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Radiomoderation: NSU

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Geschredderte Akten, ahnungslose Ermittler, überforderte Amtsleiter. Die Aufklärung rund um die Mordserie des NSU offenbart ein breites Versagen deutscher Sicherheitsbehörden. Welche Konsequenzen muss das haben? Wie konnten die Rechtsterroristen des NSU zehn Menschen ermorden, zwei Anschläge verüben und Banken ausrauben, ohne dass ihnen die Ermittler auch nur ansatzweise auf die Spur kamen? Im Bundestag und in den Landtagen von Thüringen und Sachsen mühen sich Untersuchungsausschüsse, Licht ins Dunkel zu bringen. In allen drei Gremien hat sich Fassungslosigkeit über die Ermittlungspannen breit gemacht. Vor allem der Verfassungsschutz steht massiv in der Kritik.

„Einmaliges Versagen? Die NSU-Ermittlungsfehler und die Lehren daraus“

Dossier Politik, Bayern2, am 25.7.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 19.8.2012, 11-12 Uhr (Wiederholung)

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Wolfgang Kapust, WDR-Redakteur und Rechtsextremismus-Experte

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Radiomoderation: Tour de France

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Im flachen, weiten Rhône-Becken der Provence, anderthalb Autostunden nördlich von Marseille, erhebt sich ein Berg wie aus dem Nichts. 1.912 Meter hoch thront der Mont Ventoux über der hügeligen Landschaft. Vom Gipfel aus bietet der Berg der Winde ein unvergleichliches Panorama, das von den französischen Alpen bis an die südfranzösische Mittelmeerküste und an die Pyrenäen reicht. Der Mont Ventoux gilt als ein magischer Ort. Er hat Dichter inspiriert und Forscher angezogen. In der Welt des Sports steht der Riese der Provence für große Triumphe, entsetzliche Niederlagen und menschliche Tragödien. Auf dem Mont Ventoux gründet sich der legendäre Ruf der Tour de France. So starb der ehemalige Straßen-Rad-Weltmeister Tom Simpson beim Aufstieg 1967, weil er – vollgepumpt mit Dopingmitteln und Alkohol – den Strapazen nicht gewachsen war. Von der Faszination des Berges lassen sich jährlich unzählige Wanderer, Motorradfahrer und natürlich Hobby-Radler einfangen.

„Mythos und Martyrium – Der Mont Ventoux in der Provence“

Breitengrad, Bayern2, am 04.07.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Algerien

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Anfang Juli 1962 wurde Algerien von Frankreich unabhängig. Doch nach 50 Jahren ist die Bilanz bitter: Trotz Erdöl und Erdgas sind Arbeitslosigkeit und Sozialprobleme enorm. Die Politik macht eine Clique, die mit Hinweis auf Islamisten alle demokratische Regungen abwürgt. Trotzdem duftete es im Frühjahr 2011 nur ganz kurz nach dem Jasmin des „Arabischen Frühlings“. Als es Proteststreiks gab gegen die Arbeitslosigkeit und die hohen Lebenshaltungskosten erhöhte das Regime die Subventionen für Brot und die politische Gängelung durch den Geheimdienst.Der Konflikt in Libyen hat die Sicherheitsmanie des Regimes in Algier noch verschärft: man fürchtet, dass sich über den Süden des Landes, die Sahara, der Konflikt in Mali auf das Gemisch der Stämme und Völker Algeriens ausbreiten könnte.

„Das schweigende Land – Algerien 50 Jahre nach der Unabhängigkeit“

Dossier Politik, Bayern2, am 27.6.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Marc Dugge, ehem. ARD-Hörfunkkorrespondent für Nordwest-Afrika

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