Radiomoderation: Zypern

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Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Nach wie vor trennen Stacheldraht und Mauern beide Teile Zyperns. Die Verhandlungen für eine Vereinigung des griechischen Südteils und des türkischen Nordteils der Insel sind in diesem Frühjahr erneut gescheitert. Ab Juli übernimmt die Republik Zypern für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Das lässt den Jahrzehnte alten Konflikt um die Mittelmeerinsel wieder aufflackern. Die Türkei erkennt die Republik Zypern nicht an und will während der Präsidentschaft die Kontakte zur EU einfrieren. Trotzdem ist die innerzyprische Grenze durchlässig geworden: Viele türkische Zyprer aus dem Norden pendeln täglich in den reicheren Süden, um dort zu arbeiten. Die offene Grenze lindert die Folgen der Teilung; die türkischen und griechischen Zyprer sind nicht mehr voneinander isoliert. Die Regierungen der beiden Inselteile zeigen sich allerdings zerstrittener denn je, seitdem die Südzyprer im Mittelmeer die reichen Erdgasvorkommen anzapfen wollen, auf die auch die Nordzyprer Anspruch erheben.

„Zypern – Zankapfel im Mittelmeer“

Breitengrad, Bayern2, am 20.06.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Schottlands Inseln

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Schottlands Regierungschef Alex Salmond hat zwei politische Visionen: Er will die Unabhängigkeit seines Landes. Und er will die rauen Shetland- und Orkney-Inseln zum Energieparadies ausbauen. Schon jetzt ist die schottische Inselwelt im Nordatlantik ein Versuchslabor für Erneuerbare Energien. Neben der naheliegenden Windenergie-Nutzung wird hier erfolgreich mit Gezeiten- und Wellenenergie experimentiert. Strom aus Shetland wird heute schon ins norwegische Netz eingespeist. Und Skandinavien soll der Hauptabsatzmarkt für Alternative Energien von den „northern isles“ werden. So wenig der britische Premier David Cameron die Unabhängigkeits-Phantasien seines schottischen Amtskollegen teilt, so sehr fördert er den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien.Cameron nennt seine Koalitionsregierung gerne „the greenest government ever“. Das grüne Experiment auf den Shetland- und Orkney-Inseln gilt als entscheidender Gradmesser dafür, ob er diesem Anspruch gerecht wird.

„Schottlands raue Inselwelt – Shetland und Orkney sollen alternative Energie-Paradiese werden“

Breitengrad, Bayern2, am 16.05.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Gesundheitspolitik

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Die Gesundheitspolitik ist eine Dauer-Baustelle. Nun deutet einiges darauf hin, dass die ‚Bel Etage‘ renoviert wird. Denn bei den privaten Krankenkassen mehren sich die Zweifel, ob sich deren Geschäftsmodell in Zukunft weiter rechnet – für Patienten wie Ärzte.
Im Moment brummt die deutsche Wirtschaft. Deshalb weisen die Krankenkassen sogar Überschüsse aus – die Beiträge der Versicherten könnten also eigentlich gesenkt werden. Vielleicht auch die der Privatversicherten. Doch die Politik in Berlin verweigert sich dieser Debatte. Weil 2012 keine wichtigen Wahlen anstehen, oder weil sie vorsichtig geworden ist? Die Frage, weshalb Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) stur auf Kurs bleiben will, ist auf jeden Fall spannend.

„(Zu) gut versichert Wandelt sich unser Gesundheitssystem?“

Dossier Politik, Bayern2, am 2.5.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Oliver Schöffski, Gesundheitsökonom, Universität Erlangen-Nürnberg

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Radiomoderation: Israels Innenleben

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Logo © BRSeit Wochen und Monaten wird Israels Bevölkerung auf einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen politisch und publizistisch eingestimmt. In aller Öffentlichkeit debattieren Regierung, Oppositionsparteien, Militärs und Sicherheitsexperten die Chancen und Risiken eines präventiven Vorgehens gegen den Iran. Meinungsfragen werden zu Rate gezogen, um die Bereitschaft der Israelis zu überprüfen, im Gegenzug zur vorübergehenden Ausschaltung des Teheraner Nuklearpotentials einen längerfristigen bewaffneten Konflikt billigend in Kauf zu nehmen. – Für Israels Bevölkerung gehören diese und ähnliche Drohszenarien zum Alltag. Das Leben in einem beständigen Ausnahmezustand hat in Israels Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen. Die Israelis also fühlen sich allein gelassen, auf sich selbst gestellt und zu Unrecht kritisiert. Dieses Gefühl wiederum stärkt ihr Verlangen nach militärischer Überlegenheit. Und so entsteht ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt und der letztendlich in die Isolation führt.

„Israels Innenleben – Einblicke in einen Staat im Ausnahmezustand“

Dossier Politik, Bayern2, am 25.4.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv

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Radiomoderation: Energiepolitik

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Logo © BR„Deutsches Solar-Debakel“ oder „Schatten über Bitterfeld“ – so oder ähnlich lauteten vergangene Woche die Schlagzeilen, als Q-Cells, der einst weltgrößte Produzent von Solarzellen, Insolvenz anmelden musste – als bereits viertes deutsches Unternehmen in dieser Branche binnen weniger Monate. Kurz davor hatte die Bundesregierung beschlossen, die Förderung von Solarstrom zu kürzen. Das sprichwörtliche „Zwei Schritte vor, einen zurück“ ist Eiltempo im Vergleich zu den Kreisbewegungen der schwarz-gelben Bundesregierung in der selbsternannten „Energiewende“.

„Wende…, welche Wende? Angela Merkels Energiepolitik kommt nicht voran“

Dossier Politik, Bayern2, am 11.4.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 15.4.2012, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Josef Göppel, MdB, CSU-Umweltexperte

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Radiomoderation: Rumänien

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In der Maramuresch leben die Menschen nach ihren eigenen Gesetzen. In einer der ursprünglichsten Regionen im Norden Rumäniens, an der Grenze zur Ukraine, wirkt vieles wie aus der Zeit gefallen. Traditionelle Berufe wie Holzfäller, Köhler, Müller, Bauern, Schnapsbrenner, Zimmerleute oder Schmiede sind dort noch die Regel. Die Maramurescher leben nicht nur in ihrer eigenen Zeit. Sie verweigern sich dem Fortschritt, erkennen keine fremden Autoritäten an und haben ihre eigenen Vorstellungen, die seit Jahrtausenden gelten. Auf fröhlichen Friedhöfen spotten sie dem Tod mit frechen Reimen und sehen ihm lachend ins Gesicht, weil sie an die Unsterblichkeit glauben.

Doch ihr Alltag ist geprägt von religiösen Ritualen, die dem Leben einen steten, schwerfälligen und unabänderlichen Rhythmus geben: Pferdewägen und nostalgische Dampflokomotiven bestimmen das Tempo einer Gesellschaft, die in weiten Teilen wie in vergangenen Jahrhunderten lebt. Trotz ihrer Abgeschiedenheit hat die Region auch Probleme: Die Roma-Minderheit fühlt sich genauso diskriminiert wie in anderen Landesteilen Rumäniens. Andrea Mühlberger hat in der Maramuresch nicht nur die Langsamkeit entdeckt, sondern auch Kehrseiten der Idylle.

„Leben in der Zeitlosigkeit – Die entschleunigte Welt der rumänischen Maramuresch“

Breitengrad, Bayern2, am 04.04.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Japan

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Für die ehemaligen Bewohner des Ortes Futaba ist ein Jahr nach dem 11. März klar, dass sie für lange Zeit nicht mehr in ihren Ort zurück können. Die Gemeinde beherbergt das havarierte AKW Fukushima 1 und ist hochgradig radioaktiv belastet. Ihr Bürgermeister sucht nach einem Standort für ein neues Futaba und kritisiert im Rückblick das Krisenmanagement der japanischen Regierung. Etwas weiter im Norden, in Minami-Soma, werden Böden und Häuser dekontaminiert. Langsam kehrt hier das Leben zurück. Am 11. März 2011 hatten das starke Erdbeben und vor allem der folgende Tsunami mit Wellen bis zu 30 Metern Höhe die Pazifikküste im Nordosten Japans verwüstet und rund 19.000 Menschen das Leben gekostet.

Inzwischen sind Schutt und Häuserreste aufgeräumt, aber noch nicht entsorgt, und Orte wie Minami-Sanriku oder Rikuzentaka bleiben Ruinenlandschaften. Aus Angst vor einem neuen Tsunami dürfen viele Gebiete direkt am Meer noch nicht wieder besiedelt werden. Viele Menschen müssen daher die nächsten Jahre in ihren schnell errichteten Wohn-Provisorien bleiben.
Trotzdem bauen viele von ihnen ihre ehemaligen Geschäfte und Firmen wieder auf und schaffen so dringend benötigte Arbeitsplätze in der Region. Doch die Erinnerung an die Erdstöße und das Grauen der riesigen Welle, die vor einem Jahr alles mit sich riss, ist geblieben. Eine Reportage von Peter Kujath.

„Narben bleiben, das Leben geht weiter – Ein Jahr nach der Katastrophe in Japan“

Breitengrad, Bayern2, am 07.03.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: China

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Seit 1997 ist Homosexualität in China nicht mehr illegal, und sie gilt auch seit zehn Jahren nicht mehr als Geisteskrankheit. Doch nur wenige Schwule und Lesben bekennen sich offen zu ihrer sexuellen Orientierung. Der gesellschaftliche Druck der Familien, zu heiraten und für Nachkommen zu sorgen, bewirkt bei vielen homosexuellen Männer in China, ihre Lebenssituation zu verschweigen – vor allem gegenüber ihren Eltern. Das Leben in der Isolation und im Geheimen fordert einen hohen Preis. Auf dem Land haben Schwule und Lesben meist niemanden, mit dem sie offen reden können. Um den Erwartungen der Eltern zu entsprechen und der Umgebung ein anderes Leben vorzutäuschen, heiraten schätzungsweise 70 Prozent aller homosexuellen Männer in China – meist ohne dass die Frauen wissen, dass ihre Partner eigentlich Männer lieben. Aber langsam setzt ein Wandel ein. In den Großstädten entwickelt sich eine homosexuelle Subkultur, die von wachsender Toleranz geprägt ist. Auch Angehörige von Schwulen und Lesben werben für mehr Toleranz und Verständnis. Eine Reportage von Ruth Kirchner.

„Immer noch ein Tabu – Homosexualität in China“

Breitengrad, Bayern2, am 29.02.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Waffenhandel

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Logo © BRKampfjets für Indien, Panzer für die Saudis, Helikopter für Qatar und U-Boote für Südkorea. Asien und der arabische Raum, aber auch Südamerika rüsten auf und füllen die Auftragsbücher der Waffenschmieden in Europa und den USA. Von Abrüstung keine Spur. 2010 war Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt – mit deutlichem Abstand hinter den USA und Großbritannien. Geschätzt 80.000 Jobs hängen direkt oder indirekt in Deutschland an Rüstungsaufträgen. Politiker von Union und FDP werben daher für mehr Rüstungsexporte – auch in Krisenregionen. Im vergangenen Jahr genehmigte die Bundesregierung so viele Kriegswaffenausfuhren wie noch nie zuvor. Kritiker befürchten, dass Moralvorstellungen gegenüber Wirtschaftsinteressen bei Rüstungsexporten ins Hintertreffen geraten.

„Todsicheres Geschäft – Waffenhandel floriert trotz Finanzkrise“

Dossier Politik, Bayern2, am 15.2.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Verkehrspolitik

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Logo © BRWenn sie neue Straßen, Bahntrassen oder Flughäfen eröffnen, posieren Politiker gerne fürs Foto. Doch die Ära voller Kassen ist vorbei. Viele Projekte landen auf der „langen Bank“, obwohl der Verkehr zunimmt. Muss sich die Verkehrspolitik auf Flickschusterei beschränken? Der jüngste Investitionsrahmenplan des Bundes war für die Verkehrspolitik wie eine kalte Dusche: bis zum Jahr 2015 sieht er keine großen, neuen Schienen- oder Straßenprojekte mehr vor, weil das Geld knapp ist. Statt 57 Milliarden Euro will Berlin in diesem Zeitraum nur noch 41 Milliarden Euro investieren – davon werden wiederum zwei Drittel in den Erhalt fließen, spricht: in die fälligen Reparaturen. Beim Normalbürger hat sich in den letzten Jahren trotzdem der Eindruck verfestigt: Bund und Länder pumpen die Milliarden vorwiegend in Groß-Vorhaben wie die Neubaustrecke „Stuttgart 21“. Geld, das jetzt andernorts fehlt.

„Vollgas in die Sackgasse – Verkehrspolitik mit knappen Kassen“

Dossier Politik, Bayern2, am 8.2.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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