FIFA Präsidentschaftswahl: Der Fußball und seine Beschützer

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Inhaftierte Funktionäre, Verschobene Turniere, Ermittlungen weltweit und Kandidaten aus dem alten System – kann die FIFA reformiert werden? Vor der Wahl ist nach der Wahl. Am Freitag küren 209 FIFA-Delegierte einen neuen Präsidenten für den Weltfußballverband und es gibt zwei aussichtsreiche Kandidaten. Doch weder Scheich Salman al Khalifa aus Bahrain noch UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz können glaubhaft für einen Neuanfang im korruptionsgeschüttelten Verband stehen. Beide sind eng mit den bestehenden Strukturen verwoben.

FIFA-Kritiker sprechen daher schon vorab davon, dass von der Wahl keinerlei Signal für eine Erneuerung im Weltfußballverband ausgehen kann. Schon in der Vergangenheit hat die FIFA eindrucksvoll tragisch bewiesen, dass sie zu einer Selbstreinigung nicht in der Lage ist. Der Verband ging Korruptionsvorwürfen immer erst dann ernsthaft nach, wenn die Ermittlungsbehörden schon aktiv oder die Vorgänge bereits bekannt waren. Auch bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland könnte es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

Vor der FIFA-Präsidentenwahl:
Sakrosankt! Der Fußball und seine Beschützer

Sendung mit dem investigativen Sportjournalisten Thomas Kistner vom 24.02.2016, Bayern2.
Moderation: Christina Teuthorn-Mohr

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Moderation