Radiomoderation: Präsidentschaftwahl in Iran

Logo © BROhne große Begeisterung werden die Iraner am Freitag, 14.6.2013, ein neues Staatsoberhaupt bestimmen. Denn nur eine kleine Schar speziell ausgewählter Kandidaten wurde von der religiösen Führung des sehr traditionsbewussten Landes zur Präsidentenwahl zugelassen. Amtsinhaber Ahmadinedschad, ein bekannter Scharfmacher, darf nach geltendem Recht und nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die eigentliche Macht im Iran liegt allerdings in den Händen des schiitischen Klerus mit Ayatollah Ali Khamenei an der Spitze.

Die Wahl fällt in wirtschaftlich schwere Zeiten. Denn für die 75 Millionen Iraner haben die Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat wegen Teherans dubioser Atompolitik verhängt hat, drastische Folgen: Die Ölexporte haben sich halbiert und die Währung verliert täglich an Wert, während die Lebensmittelpreise beständig steigen. Die Auswirkungen der zuletzt noch einmal drastisch verschärften Strafmaßnahmen sind deshalb überall im Iran zu spüren.

„Wozu einen Präsidenten wählen? Irans höchstes Amt steht nicht zur Wahl“

Dossier Politik, Bayern2, am 12.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogäste:
Reinhard Baumgarten, ARD-Iran-Korrespondent und
Ulrich Pick, ehemaliger Iran-Korrespondent

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Moderation