Radiomoderation: Japan

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Für die ehemaligen Bewohner des Ortes Futaba ist ein Jahr nach dem 11. März klar, dass sie für lange Zeit nicht mehr in ihren Ort zurück können. Die Gemeinde beherbergt das havarierte AKW Fukushima 1 und ist hochgradig radioaktiv belastet. Ihr Bürgermeister sucht nach einem Standort für ein neues Futaba und kritisiert im Rückblick das Krisenmanagement der japanischen Regierung. Etwas weiter im Norden, in Minami-Soma, werden Böden und Häuser dekontaminiert. Langsam kehrt hier das Leben zurück. Am 11. März 2011 hatten das starke Erdbeben und vor allem der folgende Tsunami mit Wellen bis zu 30 Metern Höhe die Pazifikküste im Nordosten Japans verwüstet und rund 19.000 Menschen das Leben gekostet.

Inzwischen sind Schutt und Häuserreste aufgeräumt, aber noch nicht entsorgt, und Orte wie Minami-Sanriku oder Rikuzentaka bleiben Ruinenlandschaften. Aus Angst vor einem neuen Tsunami dürfen viele Gebiete direkt am Meer noch nicht wieder besiedelt werden. Viele Menschen müssen daher die nächsten Jahre in ihren schnell errichteten Wohn-Provisorien bleiben.
Trotzdem bauen viele von ihnen ihre ehemaligen Geschäfte und Firmen wieder auf und schaffen so dringend benötigte Arbeitsplätze in der Region. Doch die Erinnerung an die Erdstöße und das Grauen der riesigen Welle, die vor einem Jahr alles mit sich riss, ist geblieben. Eine Reportage von Peter Kujath.

„Narben bleiben, das Leben geht weiter – Ein Jahr nach der Katastrophe in Japan“

Breitengrad, Bayern2, am 07.03.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

Sendungsseite beim Bayerischen Rundfunk

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