Radiomoderation: NSA-Überwachung

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Seit Edward Snowden den Vorhang gelüftet und das Ausmaß der globalen NSA-Aktivitäten der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt hat, sind die Verkaufszahlen des Romans „1984“ von George Orwell rasant nach oben geschnellt. Kein Wunder: Die totalitäre Schreckensvision eines allmächtigen „Großen Bruders“, der jeden seiner Untertanen rund um die Uhr ausspäht und überwacht, scheint nach den Snowden-Enthüllungen Wirklichkeit geworden zu sein.

Allerdings in einem anderen Kontext: Die amerikanische National Security Agency konnte mit Zustimmung der Präsidenten Bush und Obama ihre digitalen Überwachungsmethoden in einem Orwell’schen Ausmaß erweitern. Ob Regierungen, Konzerne oder Privatpersonen – die NSA hört mit, liest mit, sammelt alles, sie verfolgt jede digitale Spur, die im Netz hinterlassen wird.

Das Dossier Politik fragt zu Beginn des Jahres 2014: Welche Rolle spielt die NSA in Obamas Außen- und Sicherheitspolitik? Warum weicht der amerikanische Präsident allen Vorschlägen aus, seinem Geheimdienst Fesseln anzulegen? Großbritanniens „Government Communications Headquarter“ (GCHQ) gehört zu den wichtigsten NSA-Verbündeten. Das GCHQ zapft gleichermaßen Freund wie Feind ab. Warum bleibt die britische Öffentlichkeit so gelassen? Und schließlich: Wie werden wir durch unsere tägliche Benutzung des Internets von Industriekonzernen ausspioniert? Und wie können wir uns dagegen schützen?

„Totale Überwachung – sind 30 Jahre nach „1984“ Orwells Alpträume längst Realität geworden?“

Dossier Politik, Bayern2, am 08.01.2014, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast: Wolfgang Neskovic, früherer Bundesrichter und ehemaliges Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission des Bundestages

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Moderation