Radiomoderation: Die Ukraine zwischen Ost und West

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Am 28. & 29. November 2013 fand in Litauens Hauptstadt Vilnius ein EU-Gipfel zur sogenannten „Östlichen Partnerschaft“ statt. Die Ukraine sollte ein längst ausgehandeltes Assoziierungsabkommen unterzeichnen, das eine Freihandelszone mit der EU begründet. Doch dann legte die Ukraine den Rückwärtsgang ein. Georgien und Moldawien dagegen haben entsprechende Abkommen paraphiert. Kremlchef Präsident Wladimir Putin möchte die Pläne der EU schon seit geraumer Weile verhindern und verfolgt deshalb das Ziel, die früheren Sowjetrepubliken enger an Russland an zu binden. Bundeskanzlerin Merkel hatte Putin kürzlich mit ungewöhnlich deutlichen Worten gewarnt, den Annäherungsprozess an die EU zu stören. „Die Länder entscheiden alleine. Ein Vetorecht Dritter kann es nicht geben.“

Tatsächlich hat der Kreml seit Monaten mit Zwangsmaßnahmen und mit Drohungen Druck aufgebaut und Angst verbreitet. Ohne Gas aus Russland würde es rasch bitter kalt in der Ukraine und die Wirtschaft (bedeutende Schwerindustrie) würde arg in Mitleidenschaft gezogen. Die schlimmen Folgen wären Arbeitslosigkeit und Armut. Somit bleibt einer Mehrheit in der Ukraine nichts anderes übrig, denn als erzwungener Partner Russlands weiter von Europa zu träumen und gegen Präsident Janukowitsch zu demonstrieren.

„Zwischen Ost und West – die Ukraine sucht nach ihrem Platz“

Dossier Politik, Bayern2, am 4.12.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast: Robert Baag, ehem. Russland-Korrespondent, Stephan Laack, ARD-Studio Moskau und Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

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Moderation