Radiomoderation: Wahl in den USA

Logo © BRDie Kontrahenten könnten kaum unterschiedlicher sein: Der realpolitische US-Präsident, dessen visionärer Lack nach vier Jahren im Weißen Haus ab ist, gegen einen kühl kalkulierenden Ex-Finanzmanager, der Amerikas Wirtschaft wieder flottmachen will. Für Obama und Romney beginnt jetzt die heiße Wahlkampfphase.

Die Parteitage der Republikaner und Demokraten sind vorbei – als mediale Einstimmung der Anhängerschaft auf die kommenden harten Wochen bis zum Wahltag am 6. November haben beide Lager die mehrtägigen Polit-Heerschauen für ihre Zwecke nutzen können. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes: Der Zustand der US-Wirtschaft, die verhältnismäßig auf hohem Niveau stagnierende Arbeitslosen- quote von derzeit 8,1 Prozent, die Staatsverschuldung des Landes.

Geld spielt – wie in jedem amerikanischen Wahlkampfjahr – auch dieses Mal eine besondere Rolle. Von der Höhe der Spendengelder hängt die Fähigkeit der Kandidaten ab, ihre Werbespots in den Medien zu schalten, online, in Radio- und Fernsehsendern, in den US-Zeitungen. Doch selbst für amerikanische Verhältnisse stellt das präsidiale Wahlkampfjahr 2012 eine Ausnahme dar: Erstmals können finanzstarke Privatpersonen Wahlkampfspenden in unbegrenzter Höhe leisten, sofern sie nicht einem individuellen Kandidaten zur Verfügung gestellt werden, sondern einem politischen Thema. Niemals zuvor in der jüngeren US-Geschichte haben wohlhabende Finanziers derart massiv und direkt Einfluss auf das Wahlgeschehen ausüben können.

„USA – Im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft beginnt die heiße Phase“

Dossier Politik, Bayern2, am 19.9.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: BR-Politikredakteur und ehemaliger USA-Hörfunk-Korrespondent Klaus Kastan.

Sendung beim Bayerischen Rundfunk nachhören
Sendung beim Bayerischen Rundfunk nachlesen

Moderation