Radiomoderation: Bolivien

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Logo © BRDie Luft ist dünn, der Atem kurz, die Nacht bitterkalt auf den bolivianischen Andenhöhen. Gegen den drohenden Höhenkoller wird im „Wara-Wara“-Zug „Mate de Coca“ serviert. Er fährt von der argentinisch-bolivianischen Grenze bis nach Uyuni am gleichnamigen größten Salzsee des Planeten. Der schneeweiß glitzernde Salar, auf fast 4.000 Metern Höhe gelegen, birgt nicht nur Salz, sondern auch Lithium, den begehrten Stoff für die Batterien von Elektroautos.

Die Waggons schwanken und schlingern wie Schiffe auf hoher See – vorbei an schroffen Felsen, einsamen oder verlassenen Dörfern, schneebedeckten Vulkanen und durch wüste, baumlose Täler. Eine ideale Western-Kulisse. Über Schotterpisten führt ein Abstecher zu indianischen Bauern, die mit Lamas, Kartoffeln und dem Inkakorn Quinoa auf karge Weise überleben. Am Ende der Erntezeit feiern sie das Tinku-Fest: zu Ehren der Pachamama, der Mutter Erde, die dem Menschen Nahrung, Wasser und Leben spendet.

Karl-Ludolf Hübener war für den Breitengrad auf dem bolivianischen Altiplano, der Hochebene in den Anden, unterwegs.

„Wüsten, Vulkane und Vicuñas – Unterwegs in den bolivianischen Anden“

Breitengrad, Bayern2, am 20.3.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Papstwahl – Live

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Logo © BRNur zwei Tage haben die 115 wahlberechtigten Kardinäle gebraucht, um sich auf den Nachfolger von Benedikt XVI. zu einigen. Die Entscheidung des Konklaves wurde traditionell per Rauchsignal den wartenden Menschen auf dem Petersplatz und der Welt bekanntgegeben.

Kurz darauf trat der 76-jährige Jorge Mario Bergoglio auf den Mittelbalkon des Petersdoms. Eine überraschende Entscheidung des Konklaves, denn mit dem ehemaligen Erzbischof  von Buenos Aires wurde erstmals ein Pontifex gewählt, der aus Südamerika stammt, der Jesuit ist, dessen Hintergrund ohne die  besondere  soziale und gesellschaftliche Lage der Menschen auf dem von Armut und Ungerechtigkeit geprägten Kontinent nicht zu erklären ist.

Eine Live-Sondersendung am Abend der Wahl.

„Habemus Papam! Große Herauforderungen für Franziskus“

Dossier Politik, Bayern2, am 13.3.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogäste:
BR-Kirchenredakteur Matthias Morgenroth,
BR-Kirchenredakteur Wolfgang Küpper in Rom,
BR-Argentinien-Korrespondent Gottfried Stein,
BR/MDR/SWR-USA-Korrespondentin Silke Hasselmann,
ARD-Polen-Korrespondent Henryk Jarcyk.

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Radiosendung: Träume

Sendungen

Logo © BRDie Welt der Träume wirkt auf viele Menschen faszinierend. Vermutlich deshalb, weil sie einer Reise in das Unbewusste gleichkommt. Warum träumen wir und was bestimmt die Inhalte? Viele Rätsel hat die Wissenschaft inzwischen gelöst. Mit modernen Messmethoden dringen Traumforscher immer tiefer ins Gehirn ein. Akustische Experimente während des REM-Schlafs sollen helfen, die Sprache des Unbewussten zu entschlüsseln. Auch Klarträume werden inzwischen untersucht: Davon spricht man, wenn jemandem die Tatsache, dass er träumt, bewusst ist.

Die Welt der Träume – Eine Reise ins Unbewusste
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 22.02.13, 9 Uhr
(Wiederholung von 2005)

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Radiomoderation: Frankreichs Vorstädte

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Wie macht man aus einer Retortenstadt ein liebenswertes, großes Dorf? Das Experiment heißt Bussy Saint-Georges, 30 Kilometer östlich von Paris, der Nachbar heißt „Euro-Disney-Park“. Vor 30 Jahren lebten hier 635 Menschen, alteingesessene Bauern. Jetzt hat Bussy Saint-Georges 21.000 Einwohner, die Hälfte aus Asien, viele Familien mit Kindern, die Eltern pendeln zur Arbeit nach Paris oder ins nahegelegene Ballungszentrum Marne-la-Vallée. Die Schlafstadt Bussy Saint-Georges: von Stadtplanern in den 60er Jahren auf dem Reißbrett entworfen, ein seelenloses, gigantisches Straßendorf.

Jetzt soll dieses Dorf schöner werden: am Stadtrand entsteht die „Esplanade de Religions“, mit einem buddhistischen Tempel, einer Synagoge, einer Moschee, einer evangelischen und einer armenisch-orthodoxen Kirche, einem laotischen Tempel. Für die Gläubigen dieser verschiedenen Religionen, die es nach Bussy Saint-Georges verschlagen hat. Für den sozialen Frieden in der Stadt, sagt der Bürgermeister. Nicht mehr als ein „Euro-Disney der Religionen“, höhnen Kritiker. Eine Reportage von Suzanne Krause.

„Ein Euro-Disney im Kultusbereich? – Die ’neue Stadt‘ Bussy Saint-Georges in Frankreich sucht ihre Identität“

Breitengrad, Bayern2, am 6.2.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Israel

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Logo © BRIsraels Wähler haben entschieden: Sie straften das Parteibündnis von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu deutlich ab. Statt der erhofften Zuwächse durch die Verbindung von Likud und Israel Beiteinu kam die gemeinsame Liste von Netanjahu und Ex-Außenminister Avigdor Lieberman nur auf 31 Mandate. Er wolle jetzt eine „möglichst breite Koalition“ anstreben,  kündigte Netanjahu in der Nacht zum Mittwoch an. Doch das dürfte nicht so einfach werden, denn Likud/Beiteinu hat erhebliche Verluste hinnehmen müssen: So musste Netanjahus Wahlbündnis viele Stimmen an den eigentlichen Sieger der gestrigen Knesset-Wahl abgeben, an Yair Lapid, einen ehemaligen TV-Moderator, der in Israel sehr populär ist. Israel nach der Wahl – im Dossier Politik sprechen wir über Ergebnisse, Auswirkungen und Konsequenzen für Israel und den Nahen Osten.

„Israel hat gewählt – Netanjahu vor schwieriger Regierungsbildung“

Dossier Politik, Bayern2, am 23.1.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogäste:
BR-Politikredakteur Clemens Verenkotte,
ARD-Israel-Korrespondent Torsten Teichmann,
ARD-Nahost-Korrespondent Jürgen Stryak,
ARD-USA-Korrespondent Rolf Büllmann.

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Radiomoderation: Rechtsruck in Ungarn

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Seit 2010 regiert in Ungarn der Nationalkonservative Viktor Orbán mit Zweidrittelmehrheit. In atemberaubender Geschwindigkeit hat er das Land umgekrempelt. Mit Hilfe von hunderten Gesetzen sichert sich Orbán die Macht. Es ist die Macht der „Völkischen“ über die Liberalen. Die Macht der „Nationalen“ über die „Europäer“. Die der Provinz über die Stadt. An der Grenze steht jetzt nur noch „Ungarn“, das Wort „Republik“ ist von den Schildern gestrichen. In seinen Reden beschwört Orbán eine Gemeinschaft der Starken. Er stellt sich in die Tradition des Heiligen Stephan, Staatsgründer und Christianisierer. Doch Viktor Orbán kämpft nicht nur um die politische Macht. Er kämpft auch um die Köpfe. So sind die Bücher des Rumänien-Hassers und Kriegsverbrechers Albert Wass Pflichtlektüre in der Schule, ebenso die des Pfeilkreuzlers József Nyirö. Schulbücher verehren auch den autoritären Reichsverweser Miklós Horthy als Helden. Er kämpfte in der Zwischenkriegszeit für die Revision des Trianon-Vertrages, durch den Ungarn zwei Drittel seines Territoriums verlor. Plätze werden jetzt nach Horthy benannt, das kleine Mausoleum und Mini-Museum in seinem Heimatort sind Ziel von Butterfahrten. Trianon-Denkmäler gibt es im ganzen Land, auf vielen Autos prangt die Großungarn-Landkarte, Politiker sprechen von der „Kulturnation“, die auch die Ungarn in den Anrainer-Staaten einschließt.
Und manch einer hält die Staatsgrenze nicht für endgültig.
Auch militärische Schnupperkurse à la DDR stehen auf dem Stundenplan der Schüler. Eine rechtsextreme Subkultur blüht, Rockbands fordern „Weg mit Trianon“. Auch das „Neue Theater“ in Budapest wird von einem Rechtsextremen geführt, Ortsschilder im ganzen Land sind zweisprachig: Székler Runenschrift ergänzt die lateinische. All das geschieht mitten in Europa, in einem EU-Mitgliedstaat. Eine Reportage von Stephan Ozsváth..

„Ungarn unter dem Turul – Die Wiederkehr des Völkischen“

Breitengrad, Bayern2, am 16.01.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiosendung: Schwarze Madonnen

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Logo © BRAltötting – der wichtigste Marien-Wallfahrtsort in Deutschland. Etwa eine Million Menschen aus aller Welt pilgern jedes Jahr hierher, um sie zu sehen: Die Schwarze Madonna, eine 64 Zentimeter hohe, gotische Lindenholzstatue aus dem 14. Jahrhundert. Auch Papst Benedikt XVI. pilgerte bereits als Kind zu ihr.
Weltweit werden hunderte schwarzer Mariengestalten verehrt. Die meisten dunklen Madonnenbilder und Statuen befinden sich in Frankreich und Spanien, aber es gibt sie auch in Polen, Tschechien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und England, und jenseits des Atlantik: In Mexiko und Brasilien. In Brasilien ist „Nossa Senhora Aparecida“, eine aus dem Meer aufgetauchte, verwitterte Terrakottafigur, die Nationalheilige. Doch warum sind diese Madonnen schwarz? Kann tatsächlich Kerzenruß die Schwärze erklären? Haben sie mit einer christlichen Geheimkirche zu tun? Oder handelt es sich dabei um psychologische Archetypen? Die meisten von ihnen stammen aus dem 11. Und 12. Jahrhundert. Doch noch heute geben sie der Wissenschaft Rätsel auf.

Das Rätsel um die Schwarzen Madonnen – einem Geheimnis auf der Spur?
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 12.12.12, 9 Uhr
Bayern2, radioWissen, 2.1.13, 15 Uhr (Wdh.)

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Radiomoderation: Energiewende

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Logo © BRSeit über einem Jahr ist klar: Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Bis 2022 werden alle deutschen Reaktoren abgeschaltet. Bis dahin muss ein Großteil des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Doch gut ein Jahr nach dem Beschluss zum Atomausstieg ist nicht klar, wie die Wende geschafft werden kann, denn es fehlt an der nötigen Steuerung durch die Politik. Im Zuge des EEG, des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind kleinteilige Strukturen entstanden. Photovoltaikanlagen zieren die Haus- und Scheunendächer in Dörfern und Städten; Windparks und Biogasanlagen bestimmen das Landschaftsbild in Deutschland. Die großen Energieversorger geraten bei den erneuerbaren Energien ins Hintertreffen; die Stadtwerke sehen ihre Zeit gekommen, den großen vier den Rang abzulaufen. Die Stromnetze sind dem schnellen Ausbau von Solar- und Windkraft nicht gewachsen. Behindert wird der rasche Ausbau durch die politischen Querelen zwischen Nord- und Südländern. Der Bund tut sich schwer, die Führungsaufgabe bei der Energiewende zu übernehmen. Und für die Verbraucher bedeutet die Energiewende erst einmal steigende Strompreise. So gerät die Energiewende, zunächst von der Mehrheit der Deutschen mitgetragen, zunehmend in Misskredit. Das Dossier Politik zieht eine Zwischenbilanz.

„Ein Schritt vor, zwei zurück – der Tanz um die Energiewende“

Dossier Politik, Bayern2, am 28.11.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: ARD-Energieexperte Jürgen Döschner

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Radiomoderation: Wasserkraft in der Türkei

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Rund 4000 Wasserkraftwerke sollen bis zum Jahr 2023 im Nordosten der Türkei gebaut werden. Das Land möchte pünktlich zum 100. Geburtstag der Republik in die „Top Ten“ der Industrienationen aufsteigen. Dazu muss ein gewaltiger und ständig wachsender Energiebedarf befriedigt werden. Gegenwärtig stillt die Türkei den wachsenden Energiehunger mit Öl- und Gaseinfuhren vorwiegend aus Russland, Aserbeidschan, dem Iran und von der Arabischen Halbinsel. In den kommenden Jahren sollen innertürkische Energiequellen stärker genutzt werden – allen voran die Wasserkraft. Der Nordosten der Türkei gehört zu den niederschlagreichsten Regionen Eurasiens. Die Gebirgslandlandschaft mit zahlreichen tief eingeschnittenen Tälern und Wasser führenden Bächen und Flüssen eignet sich nach Meinung der Energiewirtschaft ideal für die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke. Doch was als regenerative Energie gepriesen wird, erscheint den Menschen der betroffenen Gebiete als reiner Etikettenschwindel und ökologischer Albtraum. Für die Bewohner sind die Bäche und Flüsse eine Kraftquelle besonderer Art: Sie bedeuten ihnen Heimat, Besinnung, Verbundenheit.
Viele Menschen fürchten um ihre Teeplantagen und ihre weitgehend intakte Umwelt und Natur. Und sie fürchten um das Wasser ihrer Bäche und Flüsse, die vielerorts nicht nur zur Stromerzeugung genutzt werden, sondern auch durch gewaltige Tunnel im Gebirge umgeleitet werden sollen. Vielerorts formiert sich Widerstand. Die Bürger kämpfen einen ungleichen Kampf gegen gigantische wirtschaftliche Interessen und eine geradezu abergläubische Wachstumspolitik der herrschenden islamisch-konservativen Regierung in Ankara. Eine Reportage von Reinhard Baumgarten.

„Die Kraft der Bäche und Flüsse – Bewohner der türkischen Schwarzmeerküste wehren sich gegen Wasserkraftwerke“

Breitengrad, Bayern2, am 14.11.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Europas Separatisten

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Logo © BRKatalonien, Schottland, Südtirol – immer mehr Regionen in Europa streben nach kompletter oder teilweiser Unabhängigkeit. Der Protest richtet sich zwar meist gegen die Nationalstaaten, könnte aber langfristig auch den Zusammenhalt in der Europäischen Union gefährden. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise geht es oft ums Geld: Reiche Regionen fühlen sich nicht länger solidarisch mit ärmeren Landesteilen.
Das Ringen selbstbewusster Regionen nach größtmöglicher Unabhängigkeit trifft die EU unvorbereitet. Für die Aufspaltung eines Mitgliedsstaates gibt es in den europäischen Verträgen keine Regelung. Einziger Weg wäre der Austritt des ganzen Landes und die Rückkehr als mehrere Staaten. Diesem Vorgehen müssten aber alle EU-Mitglieder und die Parlamente zustimmen.

„Absetzbewegungen – Europas Separatisten begehren auf“

Dossier Politik, Bayern2, am 31.10.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Berthold Rittberger, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München

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