Radiomoderation: Zypern

Moderation

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Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Nach wie vor trennen Stacheldraht und Mauern beide Teile Zyperns. Die Verhandlungen für eine Vereinigung des griechischen Südteils und des türkischen Nordteils der Insel sind in diesem Frühjahr erneut gescheitert. Ab Juli übernimmt die Republik Zypern für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Das lässt den Jahrzehnte alten Konflikt um die Mittelmeerinsel wieder aufflackern. Die Türkei erkennt die Republik Zypern nicht an und will während der Präsidentschaft die Kontakte zur EU einfrieren. Trotzdem ist die innerzyprische Grenze durchlässig geworden: Viele türkische Zyprer aus dem Norden pendeln täglich in den reicheren Süden, um dort zu arbeiten. Die offene Grenze lindert die Folgen der Teilung; die türkischen und griechischen Zyprer sind nicht mehr voneinander isoliert. Die Regierungen der beiden Inselteile zeigen sich allerdings zerstrittener denn je, seitdem die Südzyprer im Mittelmeer die reichen Erdgasvorkommen anzapfen wollen, auf die auch die Nordzyprer Anspruch erheben.

„Zypern – Zankapfel im Mittelmeer“

Breitengrad, Bayern2, am 20.06.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiosendung: Permakultur

Sendungen

Logo © BRKiwis und Zitronen wachsen auf 1.300 Meter Höhe, Getreide sprießt im Bergwald und sogar im Winter lassen sich im Schnee Radieschen ernten. Sepp Holzers Experimente auf seinem Hof im österreichischen Lungau sind prominente Beispiele für eine besondere Art des landwirtschaftlichen Prinzips der Permakultur: Das Wort leitet sich aus dem englischen Begriff „permanent agriculture“ ab und bezeichnet ein Konzept nachhaltiger Landwirtschaft. Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung von ökologischen Beziehungen und Kreisläufen in der Natur. Der Landwirt versucht, diese bewusst herzustellen, in dem er Pflanzen und Tiere gezielt so einsetzt, dass sie sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Im Idealfall arbeitet die Natur selbst so gut, dass der Bauer – ohne die Umwelt zu belasten – mit wenig Aufwand einen guten Ertrag hat. Wer etwa Schweine unter Obstbäumen wühlen lässt, spart sich Pflugarbeiten. Oder wer Brauch- und Regenwasser sammelt und geschickt verwendet, benötigt weniger künstliche Bewässerung. Als Vater der Permakultur gilt der Australier Bill Mollison, der für sein Permakultur-Konzept schon vor 30 Jahren mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen bieten auch im Alpenraum immer mehr Akademien gezielte Aus- und Fortbildungen an. Immer mehr Menschen interessieren sich auch in Deutschland für dieses Konzept einer neuartigen Landwirtschaft.

Permakultur – Landwirtschaft der Zukunft?
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 31.5.12, 9 Uhr
Bayern2, radioWissen, 21.6.12, 15 Uhr (Wdh.)

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Radiomoderation: Schottlands Inseln

Moderation

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Schottlands Regierungschef Alex Salmond hat zwei politische Visionen: Er will die Unabhängigkeit seines Landes. Und er will die rauen Shetland- und Orkney-Inseln zum Energieparadies ausbauen. Schon jetzt ist die schottische Inselwelt im Nordatlantik ein Versuchslabor für Erneuerbare Energien. Neben der naheliegenden Windenergie-Nutzung wird hier erfolgreich mit Gezeiten- und Wellenenergie experimentiert. Strom aus Shetland wird heute schon ins norwegische Netz eingespeist. Und Skandinavien soll der Hauptabsatzmarkt für Alternative Energien von den „northern isles“ werden. So wenig der britische Premier David Cameron die Unabhängigkeits-Phantasien seines schottischen Amtskollegen teilt, so sehr fördert er den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien.Cameron nennt seine Koalitionsregierung gerne „the greenest government ever“. Das grüne Experiment auf den Shetland- und Orkney-Inseln gilt als entscheidender Gradmesser dafür, ob er diesem Anspruch gerecht wird.

„Schottlands raue Inselwelt – Shetland und Orkney sollen alternative Energie-Paradiese werden“

Breitengrad, Bayern2, am 16.05.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Gesundheitspolitik

Moderation

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Die Gesundheitspolitik ist eine Dauer-Baustelle. Nun deutet einiges darauf hin, dass die ‚Bel Etage‘ renoviert wird. Denn bei den privaten Krankenkassen mehren sich die Zweifel, ob sich deren Geschäftsmodell in Zukunft weiter rechnet – für Patienten wie Ärzte.
Im Moment brummt die deutsche Wirtschaft. Deshalb weisen die Krankenkassen sogar Überschüsse aus – die Beiträge der Versicherten könnten also eigentlich gesenkt werden. Vielleicht auch die der Privatversicherten. Doch die Politik in Berlin verweigert sich dieser Debatte. Weil 2012 keine wichtigen Wahlen anstehen, oder weil sie vorsichtig geworden ist? Die Frage, weshalb Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) stur auf Kurs bleiben will, ist auf jeden Fall spannend.

„(Zu) gut versichert Wandelt sich unser Gesundheitssystem?“

Dossier Politik, Bayern2, am 2.5.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Oliver Schöffski, Gesundheitsökonom, Universität Erlangen-Nürnberg

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Radiosendung: Insel der 1.000 Vulkane

Sendungen

Logo © IGNEl Hierro – Die Insel der 1.000 Vulkane

Eine Sendung von Christina Teuthorn
NDR, Zwischen Hamburg und Haiti, 1.5.2012, 9:30 Uhr

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Natürlich wissen die Herreños, dass sie auf einer Vulkaninsel leben. Mit einem Vulkan, der vor rund 200 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist und so fest schlief, dass er sich noch nicht einmal für Geothermie nutzen ließ.Doch im Sommer 2011 erschütterten plötzlich Erdbeben die Insel – mehr als 10.000 Stöße innerhalb von drei Monaten. Eine Magma-Blase rund 15 Kilometer unter der Insel suchte sich ihren Weg nach oben. „Es hat sich angefühlt, als wäre unter uns ein Zug durchgefahren“, berichten Insulaner. Inzwischen ist vor der Südspitze der Insel ein Unterwasser-Vulkan ausgebrochen, und die Erde rumort weiter. Wird noch ein Vulkan ausbrechen? Bisher sind die Einwohner relativ gelassen, freuen sich darauf, möglicherweise bei der Geburt einer neuen Insel dabei zu sein. Doch der Medienrummel und die Wirtschaftskrise, vor allem aber die andauernde Ungewissheit, machen viele Menschen mürbe.

Radiomoderation: Israels Innenleben

Moderation

Logo © BRSeit Wochen und Monaten wird Israels Bevölkerung auf einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen politisch und publizistisch eingestimmt. In aller Öffentlichkeit debattieren Regierung, Oppositionsparteien, Militärs und Sicherheitsexperten die Chancen und Risiken eines präventiven Vorgehens gegen den Iran. Meinungsfragen werden zu Rate gezogen, um die Bereitschaft der Israelis zu überprüfen, im Gegenzug zur vorübergehenden Ausschaltung des Teheraner Nuklearpotentials einen längerfristigen bewaffneten Konflikt billigend in Kauf zu nehmen. – Für Israels Bevölkerung gehören diese und ähnliche Drohszenarien zum Alltag. Das Leben in einem beständigen Ausnahmezustand hat in Israels Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen. Die Israelis also fühlen sich allein gelassen, auf sich selbst gestellt und zu Unrecht kritisiert. Dieses Gefühl wiederum stärkt ihr Verlangen nach militärischer Überlegenheit. Und so entsteht ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt und der letztendlich in die Isolation führt.

„Israels Innenleben – Einblicke in einen Staat im Ausnahmezustand“

Dossier Politik, Bayern2, am 25.4.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv

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Radiosendung: Mit Forschern am Vulkan

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Erst bebte auf „El Hierro“ die Erde. Dann sprudelten im Oktober 2011 vor der Südspitze der kleinsten Kanareninsel Gase im Atlantik. Das Wasser verfärbte sich braun, als ein Unterwasservulkan begann, Asche und Schlamm zu spucken. Als Inselbewohner und internationale Presse über Wasser erstmals eine kleine Fontäne mit Magma-Brocken sahen, war ein Team des spanischen meereskundlichen Instituts schon vor Ort und vermaß den neuen Vulkan auf dem Meeresboden. Er ist bereits mehrere hundert Meter hoch und reicht bis knapp unter die Wasseroberfläche. Sogar ein zweiter Vulkankegel hat sich inzwischen geformt. „Auf El Hierro sind wir zum ersten Mal bei der Geburt eines Unterwasser-Vulkans und vielleicht sogar einer neuen Insel dabei – eine Sensation für die Wissenschaft“, kommentierten Wissenschaftler die erste Eruption auf den Kanaren seit 40 Jahren. Doch die Vulkanologen sind sich uneinig, wie genau die Geburt ablaufen – und wie lange sie dauern wird. Und: Keiner weiß, wie das Neugeborene aussehen wird.

Ein Vulkan wird geboren – Mit Forschern vor der Kanareninsel El Hierro

Eine Sendung von Christina Teuthorn
SWR2, Wissen, 25.4.2012, 8:30 Uhr

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Radiomoderation: Energiepolitik

Moderation

Logo © BR„Deutsches Solar-Debakel“ oder „Schatten über Bitterfeld“ – so oder ähnlich lauteten vergangene Woche die Schlagzeilen, als Q-Cells, der einst weltgrößte Produzent von Solarzellen, Insolvenz anmelden musste – als bereits viertes deutsches Unternehmen in dieser Branche binnen weniger Monate. Kurz davor hatte die Bundesregierung beschlossen, die Förderung von Solarstrom zu kürzen. Das sprichwörtliche „Zwei Schritte vor, einen zurück“ ist Eiltempo im Vergleich zu den Kreisbewegungen der schwarz-gelben Bundesregierung in der selbsternannten „Energiewende“.

„Wende…, welche Wende? Angela Merkels Energiepolitik kommt nicht voran“

Dossier Politik, Bayern2, am 11.4.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 15.4.2012, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Josef Göppel, MdB, CSU-Umweltexperte

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Radiosendung: Notizen von den Kanaren

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Foto © Christina Teuthorn

Natürlich wussten die Herreños, dass sie auf einer Vulkaninsel leben. Mit einem Vulkan, der vor rund 250 Jahren das letzte Mal ausgebrochen war. Und so fest schlief, dass sich noch nicht einmal Geothermie nutzen ließ. Doch im Sommer 2011 erschütterten plötzlich Erdbeben die Insel – mehr als zehntausend Stöße innerhalb von drei Monaten. Eine Magma-Blase rund 20 Kilometer unter der Insel suchte ihren Weg nach oben. „Es fühlt sich an, als würde unter uns ein Zug durchfahren“, schilderten die ersten, die nachts aufwachten.

Im Oktober 2011 brach dann vor der Südspitze der Insel ein Unterwasservulkan aus. Bis März 2012 dauerte die Eruption. Mit schlimmen Folgen für die Inselbewohner, die seit dem Sommer im Ausnahmezustand leben.

Eruptionsstelle des Vulkanausbruchs bei El Hierro © IGN

Ein Fischerdorf und etliche Häuser wurden vorübergehend evakuiert. Fischer, Hoteliers und Gastwirte stehen vor dem wirtschaftlichen Bankrott. Ein großer Teil der Meeresfauna ist abgestorben, Touristen sagen ihre Reisen ab. Trotzdem blieben die Einwohner relativ gelassen. Und hoffen, dass die Schönheit der Insel bald wieder Besucher anzieht.
Eine Reportage von Christina Teuthorn.

Notizen von den Kanaren: Leben auf dem Vulkan

Eine Sendung von Christina Teuthorn
B5aktuell, 9.4., 6:35 Uhr und 15:35 Uhr

(gekürzte Fassung von: Bayern2 Weitwinkel, 7.4.2012, 7:30 Uhr)

B5 Notizen nachhören bei B5aktuell

Längere Ursendung bei Bayern2 – mit Bildergalerie und Audio

Radiosendung: Tanz auf dem Vulkan

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Foto © IGN

Natürlich wussten die Herreños, dass sie auf einer Vulkaninsel leben. Mit einem Vulkan, der vor rund 250 Jahren das letzte Mal ausgebrochen war. Und so fest schlief, dass sich noch nicht einmal Geothermie nutzen ließ. Doch im Sommer 2011 erschütterten plötzlich Erdbeben die Insel – mehr als zehntausend Stöße innerhalb von drei Monaten. Eine Magma-Blase rund 20 Kilometer unter der Insel suchte ihren Weg nach oben. „Es fühlt sich an, als würde unter uns ein Zug durchfahren“, schilderten die ersten, die nachts aufwachten.
Im Oktober 2011 brach dann vor der Südspitze der Insel ein Unterwasservulkan aus. Bis März 2012 dauerte die Eruption. Mit schlimmen Folgen für die Inselbewohner, die seit dem Sommer im Ausnahmezustand leben.

Restaurantbesitzerin auf El Hierro © Christina TeuthornEin Fischerdorf und etliche Häuser wurden vorübergehend evakuiert. Fischer, Hoteliers und Gastwirte stehen vor dem wirtschaftlichen Bankrott. Ein großer Teil der Meeresfauna ist abgestorben, Touristen sagen ihre Reisen ab.

Trotzdem blieben die Einwohner relativ gelassen. Und hoffen, dass die Schönheit der Insel bald wieder Besucher anzieht. Eine Reportage von Christina Teuthorn.

„Tanz auf dem Vulkan“-
Leben mit der Naturgewalt

Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, Weitwinkel, 7.4.2012, 7:30 Uhr

Sendung nachhören beim BR
Sendungsseite beim BR
– mit Bildergalerie und Audio