Radiosendung: Permakultur

Logo © BRKiwis und Zitronen wachsen auf 1.300 Meter Höhe, Getreide sprießt im Bergwald und sogar im Winter lassen sich im Schnee Radieschen ernten. Sepp Holzers Experimente auf seinem Hof im österreichischen Lungau sind prominente Beispiele für eine besondere Art des landwirtschaftlichen Prinzips der Permakultur: Das Wort leitet sich aus dem englischen Begriff „permanent agriculture“ ab und bezeichnet ein Konzept nachhaltiger Landwirtschaft. Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung von ökologischen Beziehungen und Kreisläufen in der Natur. Der Landwirt versucht, diese bewusst herzustellen, in dem er Pflanzen und Tiere gezielt so einsetzt, dass sie sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Im Idealfall arbeitet die Natur selbst so gut, dass der Bauer – ohne die Umwelt zu belasten – mit wenig Aufwand einen guten Ertrag hat. Wer etwa Schweine unter Obstbäumen wühlen lässt, spart sich Pflugarbeiten. Oder wer Brauch- und Regenwasser sammelt und geschickt verwendet, benötigt weniger künstliche Bewässerung. Als Vater der Permakultur gilt der Australier Bill Mollison, der für sein Permakultur-Konzept schon vor 30 Jahren mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen bieten auch im Alpenraum immer mehr Akademien gezielte Aus- und Fortbildungen an. Immer mehr Menschen interessieren sich auch in Deutschland für dieses Konzept einer neuartigen Landwirtschaft.

Permakultur – Landwirtschaft der Zukunft?
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 31.5.12, 9 Uhr
Bayern2, radioWissen, 21.6.12, 15 Uhr (Wdh.)

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