Sendung: Atommüll-Zwischenlager in Bayern

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Wer hat schon gern Castoren als Nachbarn? Überall dort, wo die Behälter mit radioaktivem Atommüll in Zwischenlagern stehen, sorgen sich Anwohner um die Sicherheit. Gerade erst hob ein Gericht die Genehmigung für das Zwischenlager Brunsbüttel in Schleswig-Holstein auf – eine Anwohnerin hatte jahrelang geklagt und gesiegt. Auch in Bayern wird Atommüll gelagert – in recht harmlos wirkenden Hallen. Kann das sicher sein?

Das bayerische Umweltministerium und die Atomkraftvertreter haben ein gemeinsames Mantra. Es lautet: „Die Zwischenlager sind sicher.“ Viele Bürger haben trotzdem Angst vor dem Castor von nebenan. Momentan lagern in bayerischen Zwischenlagern insgesamt 93 Castoren. Damit sind die Atommüll-Lager zu rund einem Fünftel gefüllt.

Anfang Juli soll die Suche nach einem Endlager neu beginnen – mit einem eigenen Endlagersuchgesetz. Nur: kein Bundesland will den radioaktiven Abfall haben, dessen Strahlung erst in 100 Millionen Jahren wieder auf ein natürliches Niveau sinkt. Zu erwarten ist eine Endlager-Suche nach dem St. Florians-Prinzip: bloß nicht vor meiner Haustür! Die Anwohner der jetzigen Zwischenlager befürchten bereits, den unliebsamen Nachbarn nie wieder loszuwerden.

„Eine Frage der Sicherheit – der Castor von nebenan“

Funkstreifzug, B5aktuell, am 23.6.2013, 9:15 Uhr und 12:15 Uhr
Eine Sendung von Christina Teuthorn

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Sendung: Atommüll-Endlager

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Das Dossier Politik beschäftigt sich am 19.6. mit der schwierigen Suche eines Endlagers für Atommüll. Darin zwei Beiträge von mir  – über die Sicherheit von Bayerns Atommüll-Zwischenlagern und Atommüll-Verklappung im Atlantik.

26 weitere Castoren sollten ursprünglich in den nächsten Jahren in Gorleben zwischengelagert werden. Jetzt braucht man andere Standorte und schon werden die Gräben zwischen den Bundesländern erneut offensichtlich. Nur zwei Bundesländer sind bereit, die Castoren vorübergehend aufzunehmen. Niemand will den Atommüll vor der eigenen Haustür. Doch solange kein Standort für ein Endlager gefunden wird, liegt der radioaktive Müll genau hier – vor der eigenen Haustür in Zwischenlagern. Sind sie am Ende die einzige Lösung, die politisch durchsetzbar ist?

„Endlose Endlagersuche – Atommüll Nein Danke!“

Dossier Politik, Bayern2, am 19.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Ina Krauß

Beiträge:

  • Der Castor von Nebenan – Die Zwischenlager in Bayern füllen sich langsam aber stetig und haben noch Kapazitäten frei (bei ca. 30’50)
  • Tickende Zeitbomben – Atommüllfässer im Atlantik (bei ca. 46’20)

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Radiomoderation: Energiepolitik

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Logo © BR„Deutsches Solar-Debakel“ oder „Schatten über Bitterfeld“ – so oder ähnlich lauteten vergangene Woche die Schlagzeilen, als Q-Cells, der einst weltgrößte Produzent von Solarzellen, Insolvenz anmelden musste – als bereits viertes deutsches Unternehmen in dieser Branche binnen weniger Monate. Kurz davor hatte die Bundesregierung beschlossen, die Förderung von Solarstrom zu kürzen. Das sprichwörtliche „Zwei Schritte vor, einen zurück“ ist Eiltempo im Vergleich zu den Kreisbewegungen der schwarz-gelben Bundesregierung in der selbsternannten „Energiewende“.

„Wende…, welche Wende? Angela Merkels Energiepolitik kommt nicht voran“

Dossier Politik, Bayern2, am 11.4.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 15.4.2012, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Josef Göppel, MdB, CSU-Umweltexperte

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Radiomoderation: Japan

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Für die ehemaligen Bewohner des Ortes Futaba ist ein Jahr nach dem 11. März klar, dass sie für lange Zeit nicht mehr in ihren Ort zurück können. Die Gemeinde beherbergt das havarierte AKW Fukushima 1 und ist hochgradig radioaktiv belastet. Ihr Bürgermeister sucht nach einem Standort für ein neues Futaba und kritisiert im Rückblick das Krisenmanagement der japanischen Regierung. Etwas weiter im Norden, in Minami-Soma, werden Böden und Häuser dekontaminiert. Langsam kehrt hier das Leben zurück. Am 11. März 2011 hatten das starke Erdbeben und vor allem der folgende Tsunami mit Wellen bis zu 30 Metern Höhe die Pazifikküste im Nordosten Japans verwüstet und rund 19.000 Menschen das Leben gekostet.

Inzwischen sind Schutt und Häuserreste aufgeräumt, aber noch nicht entsorgt, und Orte wie Minami-Sanriku oder Rikuzentaka bleiben Ruinenlandschaften. Aus Angst vor einem neuen Tsunami dürfen viele Gebiete direkt am Meer noch nicht wieder besiedelt werden. Viele Menschen müssen daher die nächsten Jahre in ihren schnell errichteten Wohn-Provisorien bleiben.
Trotzdem bauen viele von ihnen ihre ehemaligen Geschäfte und Firmen wieder auf und schaffen so dringend benötigte Arbeitsplätze in der Region. Doch die Erinnerung an die Erdstöße und das Grauen der riesigen Welle, die vor einem Jahr alles mit sich riss, ist geblieben. Eine Reportage von Peter Kujath.

„Narben bleiben, das Leben geht weiter – Ein Jahr nach der Katastrophe in Japan“

Breitengrad, Bayern2, am 07.03.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Atomindustrie

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Logo © BRQuo Vadis, deutsche Kernkraft?

Reaktorsicherheitskommissionen prüfen die Atommeiler auf Herz und Nieren und eine Ethikkommission berät über die richtige Art des Atomausstiegs. Die vier Energieriesen im Land, um deren Reaktoren es geht, schauen ohnmächtig zu. Scheinbar!

„Von Strippenziehern und Erfüllungsgehilfen“ – Wie groß ist der Einfluss der Energiekonzerne auf die deutsche Politik?

„Strahlendes Netzwerk – Der Einfluss der Atomindustrie“

Dossier Politik, Bayern2, am 18.5.2011, 21.30-22.30 Uhr
Studiogast: Sebastian Pflugbeil, Physiker und Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz
Moderation: Christina Teuthorn

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