Radiosendung: Spiegelneurone

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Logo © BRJemand lächelt und instinktiv lächelt man zurück. Jemand gähnt und sofort öffnet man selbst den Mund. Oft verstehen wir intuitiv, was andere fühlen und spüren ihre Freude oder ihren Schmerz. Mitfühlen ist eine ganz wesentliche menschliche Qualität. Seit kurzem kann die Wissenschaft sie sogar im Körper nachweisen. Hinter den geheimnisvollen Resonanzphänomenen stecken besondere Nervenzellen, die so genannten Spiegelneurone. Sie sind die Grundlage für Intuition und Empathie. Wie Antennen helfen sie dem Gehirn dabei, sich mit der Umwelt auszutauschen.

Die faszinierende Entdeckung der Neurobiologen und Hirnforscher ist: Unser Gehirn verändert sich durch das, was wir in zwischenmenschlichen Beziehungen erleben. Gene steuern nicht nur, sie werden auch gesteuert, indem das Gehirn auf Umwelteinflüsse reagiert. Spannende Erkenntnisse – nicht nur für das normale Zusammenleben, sondern auch für die Therapie von Krankheiten. Denn mit dem Wissen um die Wirkung der Spiegelneurone können Mediziner auch körperliche und psychische Krankheiten auf Neue Weise behandeln.

Spiegelneurone – der Andere im Ich
Eine Sendung von Christina Teuthorn

Bayern2, radioWissen, 27.09.13, 9 Uhr
(Urfassung: Bayern2, radioWissen, 17.12.10, 9 Uhr)

Sendung nachhören beim Bayerischen Rundfunk

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