Radiomoderation: Frankreich in der Krise

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Logo © BRVon Francois Hollande, dem neuen Präsidenten, hatten sich die Franzosen erhofft, dass irgendwie alles wieder gut werden würde. Stattdessen wird alles schlechter. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Hiobsbotschaft. Eine Fabrik nach der anderen schließt, die Wachstumsprognose muss nach unten korrigiert werden.

3,2 Millionen Franzosen sind mittlerweile arbeitslos, mehr als 10 Prozent der Bevölkerung. 1.000 Franzosen verlieren jeden Tag ihre Arbeit – vor dem Hintergrund ist es kein Wunder, dass sich auch bei den Franzosen Angst ausbreitet, die noch Arbeit haben.

Der Korrekturbedarf in Frankreich ist enorm. Französische Grundüberzeugungen wie die des fürsorgenden Staates, die Ausrichtung der französischen Wirtschaft, die umfassenden Rechte der Arbeiter – es knirscht an allen Ecken und Enden. Woran liegt es, dass Präsident Hollande ein Jahr nach seinem Amtsantritt Strukturreformen nicht anpacken will?

„Die gelähmte Nation – Frankreich in der Krise“

Dossier Politik, Bayern2, am 29.5.2013, 21-22 Uhr
Wiederholung auf B5aktuell, am 2.6.2013, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogast:
Pascal Thibaut, Deutschland-Korrespondent des französischen Rundfunks

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Radiomoderation: Frankreichs Vorstädte

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Wie macht man aus einer Retortenstadt ein liebenswertes, großes Dorf? Das Experiment heißt Bussy Saint-Georges, 30 Kilometer östlich von Paris, der Nachbar heißt „Euro-Disney-Park“. Vor 30 Jahren lebten hier 635 Menschen, alteingesessene Bauern. Jetzt hat Bussy Saint-Georges 21.000 Einwohner, die Hälfte aus Asien, viele Familien mit Kindern, die Eltern pendeln zur Arbeit nach Paris oder ins nahegelegene Ballungszentrum Marne-la-Vallée. Die Schlafstadt Bussy Saint-Georges: von Stadtplanern in den 60er Jahren auf dem Reißbrett entworfen, ein seelenloses, gigantisches Straßendorf.

Jetzt soll dieses Dorf schöner werden: am Stadtrand entsteht die „Esplanade de Religions“, mit einem buddhistischen Tempel, einer Synagoge, einer Moschee, einer evangelischen und einer armenisch-orthodoxen Kirche, einem laotischen Tempel. Für die Gläubigen dieser verschiedenen Religionen, die es nach Bussy Saint-Georges verschlagen hat. Für den sozialen Frieden in der Stadt, sagt der Bürgermeister. Nicht mehr als ein „Euro-Disney der Religionen“, höhnen Kritiker. Eine Reportage von Suzanne Krause.

„Ein Euro-Disney im Kultusbereich? – Die ’neue Stadt‘ Bussy Saint-Georges in Frankreich sucht ihre Identität“

Breitengrad, Bayern2, am 6.2.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Tour de France

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Im flachen, weiten Rhône-Becken der Provence, anderthalb Autostunden nördlich von Marseille, erhebt sich ein Berg wie aus dem Nichts. 1.912 Meter hoch thront der Mont Ventoux über der hügeligen Landschaft. Vom Gipfel aus bietet der Berg der Winde ein unvergleichliches Panorama, das von den französischen Alpen bis an die südfranzösische Mittelmeerküste und an die Pyrenäen reicht. Der Mont Ventoux gilt als ein magischer Ort. Er hat Dichter inspiriert und Forscher angezogen. In der Welt des Sports steht der Riese der Provence für große Triumphe, entsetzliche Niederlagen und menschliche Tragödien. Auf dem Mont Ventoux gründet sich der legendäre Ruf der Tour de France. So starb der ehemalige Straßen-Rad-Weltmeister Tom Simpson beim Aufstieg 1967, weil er – vollgepumpt mit Dopingmitteln und Alkohol – den Strapazen nicht gewachsen war. Von der Faszination des Berges lassen sich jährlich unzählige Wanderer, Motorradfahrer und natürlich Hobby-Radler einfangen.

„Mythos und Martyrium – Der Mont Ventoux in der Provence“

Breitengrad, Bayern2, am 04.07.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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