Radio auf CD: Gehirnforschung

CD

CD Cover "Gehirn" © Bayerischer RundfunkZwei meiner Radiosendungen zur Gehirnforschung sind jetzt auf einer CD erschienen: Eine radioWissen-Sendung zu neuen Erkenntnissen der Hirnforschung über die lebenslange Lernfähigkeit des Gehirns und eine IQ-Wissenschaftssendung über Spiegelneurone – wie kleinste Teilchen unsere Kommunikation und auch die Empathie steuern.

Beide sind auf Bayern2 gesendet worden und können nun auch in dieser Form nachgehört und gesammelt werden. Hier noch die ausführlichen Informationen zu den Einzelsendungen, die auf der CD abgedruckt sind:

Das Gehirn – Unsere faszinierende Schaltzentrale (Pressetext)

Kaum eine wissenschaftliche Disziplin hat in den letzten Jahren einen solchen Aufschwung erlebt, wie die Hirnforschung. Unter anderem können heute bildgebende Verfahren das Gehirn bei der Arbeit verfolgen. Moderne Technologien ermöglichen es, das Zusammenspiel verschiedener Hirnareale darzustellen. Wir haben inzwischen eine gewisse Vorstellung davon, wo und wie Sprache verstanden, Musik gehört, Handlung geplant, Vergangenheit erinnert wird, oder wie Bilder erkannt und Emotionen verarbeitet werden. Aber nach welchen Codes kommunizieren die einzelnen Nervenzellen? Was passiert genau, wenn einige Milliarden Nervenzellen miteinander „reden“? Wie kann unser Gehirn unmittelbare Wahrnehmung und frühere Erfahrung miteinander verbinden und daraus Schlüsse ziehen? All dies verstehen wir nach wie vor höchstens ansatzweise. Die Sendungen informieren über den aktuellen Forschungsstand. Warum wir lebenslang lernen können, wie Spiegelneurone unsere Kommunikation steuern und wie unser Gedächtnis funktioniert.

CD Cover "Gehirn" © Bayerischer Rundfunk

1. Sendung: Das Gehirn – Warum wir ein Leben lang lernen

Bildgebende Verfahren und klinische Studien haben nachgewiesen, dass sich das Gehirn bis ins hohe Alter hinein weiter entwickelt, also lernt, wenn man es trainiert. Das Gehirn besitzt, so der wissenschaftliche Fachausdruck, eine enorme „Plastizität“. Neue Forschungserkenntnisse zeigen, dass beim Lernen das passiert, was auch für die Behandlung von Krankheiten Hoffnung macht: das Gehirn verschaltet sich neu. Wer sein Denken oder Verhalten ändert, zwingt die Neuronen, neue Verknüpfungen zu bauen. Diese Erkenntnis wird schon praktisch umgesetzt – unter anderem bei Lern- und Gedächtnistraining. Denn jeder Mensch kann gezielt dafür sorgen, dass sein Gehirn läuft wie geschmiert – auch im hohen Alter. Christina Teuthorn stellt einige „Trainingstipps“ vor und nimmt die Hörer mit auf einen akustischen Rundgang durch das Gehirn. Hirnforscher erklären anschaulich Funktion und Aufbau unseres wichtigsten Organs und die wesentlichen Konsequenzen neuer Erkenntnisse.

Autorin: Christina Teuthorn / Regie: Christina Teuthorn
SprecherInnen: Sabine Kastius, Christian Baumann, Rolf Aicher

2. Sendung: Spiegelneurone – Wie kleinste Teilchen unsere Kommunikation steuern

Jemand lächelt und instinktiv lächelt man zurück. Jemand gähnt und sofort öffnet man selbst den Mund. Oft verstehen wir intuitiv, was andere fühlen und spüren ihre Freude oder ihren Schmerz. Mitfühlen ist eine ganz wesentliche menschliche Qualität. Seit kurzem kann die Wissenschaft sie sogar im Körper nachweisen. Hinter den geheimnisvollen Resonanzphänomenen stecken besondere Nervenzellen, die so genannten Spiegelneurone. Sie sind die Grundlage für Intuition und Empathie. Wie Antennen helfen sie dem Gehirn dabei, sich mit der Umwelt auszutauschen. Die faszinierende Entdeckung der Neurobiologen und Hirnforscher ist: Unser Gehirn verändert sich durch das, was wir in zwischenmenschlichen Beziehungen erleben. Gene steuern nicht nur, sie werden auch gesteuert, indem das Gehirn auf Umwelteinflüsse reagiert. Spannende Erkenntnisse nicht nur für das normale Zusammenleben, sondern auch für die Therapie von Krankheiten. Denn mit dem Wissen um die Wirkung der Spiegelneurone können Mediziner auch körperliche und psychische Krankheiten auf neue Weise behandeln.

Autorin: Christina Teuthorn / Regie: Christina Teuthorn
SprecherInnen: Beate Himmelstoß, Friedrich Schloffer

3. Sendung: Jetzt … hab ich’s vergessen! Wie funktioniert das Gedächtnis?

Das Gedächtnis galt einst einfach als ein riesiger Speicher, in dem manches nach Jahren nicht mehr zu finden ist. Doch heute erscheint es als etwas völlig anderes. Immer noch nicht vollkommen erforscht, präsentiert es sich in den Untersuchungen des Gedächtnisforschers Markowitsch als hoch aktiver Teil unserer Seele. Denn unsere Gefühle sind es, die darüber entscheiden, was aufgezeichnet wird. Nur was uns emotional wirklich erreicht, gelangt in diesen Speicher. Wer erinnern will muss fühlen…

Autorin: Irene Schuck / Regie / Interview: Irene Schuck
SprecherInnen: Irene Schuck und H.J. Markowitsch

Und hier können Sie die CD bestellen:
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Mehr Informationen zur Wissens-CD-Reihe von Bayern2 und Weltedition:
Bayerischer Rundfunk/Weltedition: Die ganze Wissens-CD-Reihe im Überblick