Radiomoderation: Präsidentschaftwahl in Iran

Moderation

Logo © BROhne große Begeisterung werden die Iraner am Freitag, 14.6.2013, ein neues Staatsoberhaupt bestimmen. Denn nur eine kleine Schar speziell ausgewählter Kandidaten wurde von der religiösen Führung des sehr traditionsbewussten Landes zur Präsidentenwahl zugelassen. Amtsinhaber Ahmadinedschad, ein bekannter Scharfmacher, darf nach geltendem Recht und nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die eigentliche Macht im Iran liegt allerdings in den Händen des schiitischen Klerus mit Ayatollah Ali Khamenei an der Spitze.

Die Wahl fällt in wirtschaftlich schwere Zeiten. Denn für die 75 Millionen Iraner haben die Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat wegen Teherans dubioser Atompolitik verhängt hat, drastische Folgen: Die Ölexporte haben sich halbiert und die Währung verliert täglich an Wert, während die Lebensmittelpreise beständig steigen. Die Auswirkungen der zuletzt noch einmal drastisch verschärften Strafmaßnahmen sind deshalb überall im Iran zu spüren.

„Wozu einen Präsidenten wählen? Irans höchstes Amt steht nicht zur Wahl“

Dossier Politik, Bayern2, am 12.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn

Studiogäste:
Reinhard Baumgarten, ARD-Iran-Korrespondent und
Ulrich Pick, ehemaliger Iran-Korrespondent

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Radiomoderation: Israels Innenleben

Moderation

Logo © BRSeit Wochen und Monaten wird Israels Bevölkerung auf einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen politisch und publizistisch eingestimmt. In aller Öffentlichkeit debattieren Regierung, Oppositionsparteien, Militärs und Sicherheitsexperten die Chancen und Risiken eines präventiven Vorgehens gegen den Iran. Meinungsfragen werden zu Rate gezogen, um die Bereitschaft der Israelis zu überprüfen, im Gegenzug zur vorübergehenden Ausschaltung des Teheraner Nuklearpotentials einen längerfristigen bewaffneten Konflikt billigend in Kauf zu nehmen. – Für Israels Bevölkerung gehören diese und ähnliche Drohszenarien zum Alltag. Das Leben in einem beständigen Ausnahmezustand hat in Israels Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen. Die Israelis also fühlen sich allein gelassen, auf sich selbst gestellt und zu Unrecht kritisiert. Dieses Gefühl wiederum stärkt ihr Verlangen nach militärischer Überlegenheit. Und so entsteht ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt und der letztendlich in die Isolation führt.

„Israels Innenleben – Einblicke in einen Staat im Ausnahmezustand“

Dossier Politik, Bayern2, am 25.4.2012, 21-22 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv

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