Radiomoderation: Griechenland

Moderation

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Im Herbst blüht in der Region rund um die nordgriechische Kleinstadt Kozani der Safran-Krokus. Dann lassen Jung und Alt die Arbeit ruhen und gehen auf die Krokus-Felder. So ist es auch bei Familie Tsirekis. Tochter Betty kommt aus dem nahegelegenen Thessaloniki, wo sie studiert, Mutter Lena überlässt den jüngsten Spross der Familie seinem Schicksal, Schwestern und Schwägerinnen werden rekrutiert, und Vater Giorgos befindet sich im Ausnahmezustand. Gemeinsam arbeiten sie dann bis spät in die Nacht. Denn der zartlila Safran-Krokus ist zwar hübsch anzusehen, aber er wächst nur wenige Zentimeter hoch, und wer ihn pflücken möchte, muss sich tief zu ihm hinab beugen. Und als wäre das nicht genug, muss die Ernte noch am selben Tag verlesen und getrocknet werden. Dennoch lieben die Menschen in Nordgriechenland diese Zeit, wenn über allem der Duft des trocknenden Safran hängt. Ein Duft, der keinem anderen Duft der Erde gleicht. Eine Reportage von Alkyone Karamanolis.

„Krokus gegen Krise – Nordgriechenland und sein Safran

Breitengrad, Bayern2, am 13.11.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

Sendungsseite beim Bayerischen Rundfunk – Sendung nachhören

Radiosendung: Kastanienernte in Südtirol

Sendungen

Maria Blasbichler klaubt sie noch mit der Hand: Keschtn, wie die Südtiroler ihre Kastanien nennen. Etwa 140 Bäume gehören zum Hof, den ihr Sohn Norbert übernommen hat. Inzwischen kultiviert der Biobauer wieder die Frucht, die früher ganze Dörfer ernährt hat und im Herbst aus Südtirol kaum wegzudenken ist. Beim „Törggelen“ servieren Bauern und Gastwirte den Besuchern frischen Wein und einheimische Produkte. Selbst gemachte Hauswurst, Speck und Kastanien gibt es auch bei Alois und Marianne Winkler auf einem Berghang über dem Eisacktal mit Blick auf die schneebedeckten Dolomiten.

Stacheliger Schatz: Südtirol und die Kastanien

Eine Sendung von Christina Teuthorn
NDR, Zwischen Hamburg und Haiti, 21.10.2012, 7:30 Uhr

Sendung nachhören beim NDR
Sendungsseite beim NDR.

Radiosendung: Permakultur

Sendungen

Logo © BRKiwis und Zitronen wachsen auf 1.300 Meter Höhe, Getreide sprießt im Bergwald und sogar im Winter lassen sich im Schnee Radieschen ernten. Sepp Holzers Experimente auf seinem Hof im österreichischen Lungau sind prominente Beispiele für eine besondere Art des landwirtschaftlichen Prinzips der Permakultur: Das Wort leitet sich aus dem englischen Begriff „permanent agriculture“ ab und bezeichnet ein Konzept nachhaltiger Landwirtschaft. Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung von ökologischen Beziehungen und Kreisläufen in der Natur. Der Landwirt versucht, diese bewusst herzustellen, in dem er Pflanzen und Tiere gezielt so einsetzt, dass sie sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Im Idealfall arbeitet die Natur selbst so gut, dass der Bauer – ohne die Umwelt zu belasten – mit wenig Aufwand einen guten Ertrag hat. Wer etwa Schweine unter Obstbäumen wühlen lässt, spart sich Pflugarbeiten. Oder wer Brauch- und Regenwasser sammelt und geschickt verwendet, benötigt weniger künstliche Bewässerung. Als Vater der Permakultur gilt der Australier Bill Mollison, der für sein Permakultur-Konzept schon vor 30 Jahren mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen bieten auch im Alpenraum immer mehr Akademien gezielte Aus- und Fortbildungen an. Immer mehr Menschen interessieren sich auch in Deutschland für dieses Konzept einer neuartigen Landwirtschaft.

Permakultur – Landwirtschaft der Zukunft?
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 31.5.12, 9 Uhr
Bayern2, radioWissen, 21.6.12, 15 Uhr (Wdh.)

Sendung nachhören in der ARD-Mediathek
Sendungsseite bei radioWissen