Sendung: El Hierro in radioReisen

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Sabinar © Christina TeuthornFlötenklänge und Trommelschläge überzogen im Sommer 2013 die gesamte Insel. Da tauchte El Hierro ein in die „Bajada“, ein ursprüngliches, der Inselschutzheiligen geweihtes Folklorefest. Tausende wanderten schon im Morgengrauen über die Vulkane der Insel – schwitzend und tanzend. Die kleinste Kanareninsel ist auf jeden Fall eine Reise wert. Weite Teile der Insel stehen unter Naturschutz. Das UN-Biosphärenreservat vor der Küste Afrikas lockt viele Touristen an, die hier ein Naturparadies finden, das andere Kanareninseln nicht mehr bieten können. Und damit nicht genug: El Hierro will Europas „grünste“ Insel werden. Dank eines einzigartigen Wind-Wasser-Pumpspeicherkraftwerks werden sich die knapp 11.000 Herreños bald noch zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgen. Auch erste Elektroautos rollen bereits über die Insel. 

„Inselreich. El Hierro, die kleinste der kanarischen Inseln“

Ein Beitrag von Christina Teuthorn
Bayern2, radioReisen, 24.08.14, 9 Uhr
(Wdh. vom 10./11.11.13)

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Radiomoderation: Das Geschäft mit dem Müll

Moderation

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Rohstoffe werden in Deutschland knapp und damit richtig teuer. Der Müll hingegen wird immer mehr. Und dadurch nicht nur für Umweltaktivisten interessant, sondern auch für die Wirtschaft. Es liegt auf der Hand: aus Müll Rohstoffe zu recyceln. Darum hat sich der Handel mit Sekundärrohstoffen in Deutschland zu einer der wachstumsstärksten Branchen entwickelt.

Ob Verpackungen, Metalle, Papier, Textilien oder Elektro-Altgeräte – das alles sind wertvolle Rohstoffe. In Deutschland werden mit dem Müll Milliarden verdient. Ob Ressourcengewinnung, Klimaschutz oder Energiegewinnung – das Thema Abfall wird immer wichtiger. Indes, es gibt in Deutschland kein einheitliches Müllsystem. Gelber Sack, graue Tonne, blaue Tonne, Wertstoffhof – jede Kommune hat ihr eignes System, viele versuchen selbst in das Geschäft mit dem Müll einzusteigen. Manche Städte wie etwa München leisten sich eine Verbrennungsanlage, jenseits des Ortsschildes kämpft der Verbraucher mit dem Gelben Sack. Das Duale System ist in der Krise. In Müllverbrennungsanlagen wird Energie gewonnen, Strom etwa oder Wärme. Allerdings – viele Müllverbrennungsanlagen sind bei weitem nicht ausgelastet. Deshalb wird in Deutschland vielfach Müll aus dem Ausland hinzu gekauft. Geschätzte 2 Milliarden Euro haben die privaten Unternehmen im letzten Jahr Umsatz gemacht – mit Müll. Mittlerweile stammt jede 7. Tonne unseres Rohstoffverbrauchs aus recyceltem Müll.  

„Müllionen – Das Geschäft mit dem Abfall

Dossier Politik, Bayern2, am 13.08.2014, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5 aktuell, am 17.8., 11-12 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn Mohr

Studiogast: Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe

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Radiosendung: Permakultur

Sendungen

Logo © BRKiwis und Zitronen wachsen auf 1.300 Meter Höhe, Getreide sprießt im Bergwald und sogar im Winter lassen sich im Schnee Radieschen ernten. Sepp Holzers Experimente auf seinem Hof im österreichischen Lungau sind prominente Beispiele für eine besondere Art des landwirtschaftlichen Prinzips der Permakultur: Das Wort leitet sich aus dem englischen Begriff „permanent agriculture“ ab und bezeichnet ein Konzept nachhaltiger Landwirtschaft. Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung von ökologischen Beziehungen und Kreisläufen in der Natur. Der Landwirt versucht, diese bewusst herzustellen, in dem er Pflanzen und Tiere gezielt so einsetzt, dass sie sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Im Idealfall arbeitet die Natur selbst so gut, dass der Bauer – ohne die Umwelt zu belasten – mit wenig Aufwand einen guten Ertrag hat. Wer etwa Schweine unter Obstbäumen wühlen lässt, spart sich Pflugarbeiten. Oder wer Brauch- und Regenwasser sammelt und geschickt verwendet, benötigt weniger künstliche Bewässerung. Als Vater der Permakultur gilt der Australier Bill Mollison, der für sein Permakultur-Konzept schon vor 30 Jahren mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen bieten auch im Alpenraum immer mehr Akademien gezielte Aus- und Fortbildungen an. Immer mehr Menschen interessieren sich auch in Deutschland für dieses Konzept einer neuartigen Landwirtschaft.

Permakultur – Landwirtschaft der Zukunft?
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 31.5.12, 9 Uhr
Bayern2, radioWissen, 21.6.12, 15 Uhr (Wdh.)

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Radiomoderation: Mexiko

Moderation

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Eine der größten Städte der Welt kämpft gegen ihre Umweltprobleme: Vier Millionen Fahrzeuge verstopfen von früh bis spät die Straßen von Mexiko-Stadt, tausende Tonnen Müll müssen täglich entsorgt werden, die Wasserversorgung von rund 20 Millionen Menschen ist schwierig. Mit einem grünen Plan will Bürgermeister Marcelo Ebrard das ändern.

„Mexiko-Stadt – ein Moloch denkt um“

Breitengrad, Bayern2, am 21.9.2011, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

Sendungsseite beim Bayerischen Rundfunk

TV-Beitrag: El Hierro

TV

Sabinar © Christina Teuthorn

Auf der kleinsten Kanareninsel laufen zurzeit die Bagger auf Hochtouren. Sie schaufeln Lavasteine zur Seite, um Rohre zu verlegen: Steile Berghänge hinunter, bis an die Küste. So entsteht auf El Hierro ein weltweit einzigartiges Wind- und Wasserkraftwerk. Ende des Jahres soll es fertig sein. Nach kurzem Probebetrieb, so der Plan, werden sich die knapp 11.000 Herreños dann selbst zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgen und effizienter Trinkwasser gewinnen. Doch das ist für Javier Morales, den Vizepräsidenten der abgelegenen Atlantik-Insel, nur der Anfang. Er will die Einnahmen aus dem Modell-Kraftwerk nutzen, um um El Hierro zur grünsten Insel der Welt zu machen. Bald sollen nur noch Elektroautos über die Insel rollen und Bioprodukte wie Ananas, Bananen, Schafsjoghurt oder Ziegenfleisch El Hierro verlassen.

El Hierro – bald Europas grünste Insel? (BFS, Euroblick, 26.6.11)

Die Herreños staunen jetzt schon: Das UN-Biosphärenreservat vor der Küste Afrikas lockt viele Touristen an, die hier ein Naturparadies finden, das andere Kanareninseln nicht mehr bieten können. Und inzwischen interessieren sich auch immer mehr Wissenschaftler und Journalisten aus aller Welt für El Hierros ehrgeizige Umweltpläne. Doch Europas südwestlichster Ort hängt auch noch am Tropf der EU: Denn ohne die Millionensubventionen aus Brüssel ließe es sich auf der kleinsten Kanareninsel mitten im Atlantik momentan noch nicht sonderlich angenehm leben und arbeiten.

Ökostrom statt Bettenburgen – wie El Hierro Europas grünste Insel werden will

Ein Beitrag von Christina Teuthorn
Bayerisches Fernsehen, Euroblick, 27.06.11, 17:30 Uhr

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Radiosendung: El Hierro

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Auf der kleinsten Kanareninsel laufen zurzeit die Bagger auf Hochtouren. Sie schaufeln Lavasteine zur Seite, um Rohre zu verlegen: Steile Berghänge hinunter, bis an die Küste. So entsteht auf El Hierro ein weltweit einzigartiges Wind- und Wasserkraftwerk. Ende des Jahres soll es fertig sein. Nach kurzem Probebetrieb, so der Plan, werden sich die knapp 11.000 Herreños dann selbst zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgen und effizienter Trinkwasser gewinnen. Doch das ist für Javier Morales, den Vizepräsidenten der abgelegenen Atlantik-Insel, nur der Anfang. Er will die Einnahmen aus dem Modell-Kraftwerk nutzen, um um El Hierro zur grünsten Insel der Welt zu machen. Bald sollen nur noch Elektroautos über die Insel rollen und Bioprodukte wie Ananas, Bananen, Schafsjoghurt oder Ziegenfleisch El Hierro verlassen.

Die Herreños staunen jetzt schon: Das UN-Biosphärenreservat vor der Küste Afrikas lockt viele Touristen an, die hier ein Naturparadies finden, das andere Kanareninseln nicht mehr bieten können. Und inzwischen interessieren sich auch immer mehr Wissenschaftler und Journalisten aus aller Welt für El Hierros ehrgeizige Umweltpläne. Doch Europas südwestlichster Ort hängt auch noch am Tropf der EU: Denn ohne die Millionensubventionen aus Brüssel ließe es sich auf der kleinsten Kanareninsel mitten im Atlantik momentan noch nicht sonderlich angenehm leben und arbeiten.

Ökostrom statt Bettenburgen – wie El Hierro Europas grünste Insel werden will

Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, Breitengrad, 25.06.11, 18 Uhr (Wdh. 29.6., 14 Uhr)

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Radio auf CD: Artenschutz

CD

CD Cover © Bayerischer RundfunkEine meiner Radiosendungen über den Schutz der Artenvielfalt und das Artensterben ist jetzt auf CD erschienen: Sie wurde in radioWissen auf Bayern2 gesendet und kann nun auch in dieser Form nachgehört und gesammelt werden. Hier noch die ausführlichen Informationen zu den Einzelsendungen, die in der CD enthalten sind:

Gefährdete Vielfalt – Leben auf unserem Planeten (Pressetext)

Unsichtbare Netzwerke – Systeme des Lebens: Die moderne Naturwissenschaft kann sich gar nicht mehr verständlich machen ohne das Wort „System“. Alles ist plötzlich „systemisch“, nichts mehr isoliert zu begreifen. Folgt dem mystischen Weltbild der Vorzeit und dem mechanistischen der Moderne nun das systemische Weltbild? Diese interdisziplinäre Sicht der Wirklichkeit scheint ein „ganzheitliches“ Wahrnehmen und Forschen zu ermöglichen.
Waschbär, Mink und Co. – Bedrohen „fremde“ Tierarten unsere Artenvielfalt? Immer mehr gebietsfremde Tierarten werden in Deutschland heimisch. So breiten sich Waschbären, Minke und Marderhunde in rasender Geschwindigkeit hier aus. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass der Waschbär keine Gefahr für heimische Tierarten darstellt – im Gegensatz zum Mink oder einer Krebsart, die die deutschen Edelkrebsbestände fast auslöscht.
Rote Liste statt grüner Vielfalt? Warum immer mehr Arten aussterben: Ein apokalyptisches Szenario: Nicht einmal die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten wird das Ende dieses Jahrhunderts überleben, wenn die Menschen damit fortfahren, Organismen und Lebensräume zu zerstören.“ 15.589 Tier- und Pflanzenarten stehen zur Zeit auf der internationalen „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion IUCN …..

CD  Cover © Bayerischer Rundfunk

1. Sendung: Von der Entdeckung der Systeme und Netzwerke des Lebens

Die moderne Naturwissenschaft kann sich gar nicht mehr verständlich machen ohne das Wort „System“. Alles ist plötzlich „systemisch“, nichts mehr isoliert zu begreifen. Folgt dem mystischen Weltbild der Vorzeit und dem mechanistischen der Moderne nun das systemische Weltbild? Wir sehen die Welt bislang als Maschine, in der lauter kleine Zahnräder – Atome, Moleküle, Organismen, Menschen und Staaten – ineinander greifen: seelenlose Einzelteile, die man beliebig entfernen, austauschen oder manipulieren darf. Moderne Wissenschaft beginnt nun zu erkennen, dass diese Wahrnehmung von Realität nicht der Wirklichkeit entspricht. Hier setzt das systemische Weltbild an: es sucht nach Möglichkeiten, in unserer Welt der Objekte, der Individuen, der Zahnräder und Schubladen jene meist unsichtbaren Beziehungsmuster in den Vordergrund zu holen, die das Individuum, das Objekt, die Zahnräder und Schubladen verbinden und erst ermöglicht haben. Diese interdisziplinäre Sicht der Wirklichkeit ermöglicht nicht nur „ganzheitliches“ Wahrnehmen und Forschen, sondern eröffnet auch die Chance, dass Wissenschaft ihre Verantwortung für das Ganze neu entdeckt und die natürliche Welt weniger zerstört.

Autor: Geseko v. Lüpke / Regie: Antje Wegener
SprecherInnen: Ulrich Frank, Iris Mayer, Michael Winter

2. Sendung: Waschbär, Mink und Co. – Bedrohen „fremde“ Tierarten unsere Artenvielfalt?

Immer mehr gebietsfremde Tierarten werden in Deutschland heimisch. So breiten sich Waschbären, Minke und Marderhunde in rasender Geschwindigkeit hier aus, denn sie sind erstaunlich anpassungsfähig und haben kaum natürliche Feinde. Eine Zeit lang dachte man, sie würden die Artenvielfalt in Deutschland bedrohen. Doch bis heute liegen keine eindeutigen Forschungsergebnisse darüber vor, aber aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass der Waschbär keine Gefahr für heimische Tierarten darstellt  im Gegensatz zum Mink oder einer aus Nordamerika importierten Krebsart, die durch einen Pilzbefall die deutschen Edelkrebsbestände fast auslöscht. Waschbären können in Siedlungsgebieten jedoch massive ökonomische Schäden anrichten: Über Bäume dringen sie in Schornsteine und Dachböden ein, wo sie ihre Jungen bekommen, die durch Urin und Kot die Bausubstanz zerstören und mit ihren scharfen Krallen die Wärmedämmung zerfetzen. Doch selbst die Jagd kann die deutsche Waschbärenpopulation nicht dezimieren, denn eine Studie zeigt: Je mehr Waschbären getötet werden, desto mehr Jungtiere kommen dafür zur Welt.

Autorin: Brigitte Schulz / Regie: Martin Trauner
Sprecher: Udo Wachtveitl

3. Sendung: Rote Liste statt grüner Vielfalt? Warum immer mehr Arten aussterben

Der Evolutionsbiologe und Harvard-Professor Edward Wilson malt ein apokalyptisches Szenario: Nicht einmal die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten wird das Ende dieses Jahrhunderts überleben, wenn die Menschen damit fortfahren, Organismen und Lebensräume zu zerstören. 15.589 Tier- und Pflanzenarten stehen zur Zeit auf der internationalen „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion IUCN – vom mächtigen Gorilla bis hin zum unscheinbaren Frosch. Eine Schreckensbilanz: 844 Arten hat der Mensch demnach in den vergangenen 500 Jahren von der Erde verschwinden lassen, rund hundert von ihnen in den letzten 200 Jahren. Das Artensterben lässt sich nach Ansicht der meisten Wissenschaftler nicht mehr durch natürliche Ursachen wie das Darwinsche „Survival of the fittest“ erklären, denn die grüne Vielfalt schwindet hundert bis tausend Mal schneller, als aus evolutionären Gründen erklärbar ist. Woran liegt das und was kann man dagegen tun? Christina Teuthorn schildert die Gründe des Artensterbens und stellt wirksame Strategien dagegen vor.

Autorin/Regie: Christina Teuthorn
SprecherInnen: Rahel Comtesse, Peter Weiß, Friedrich Schloffer

Und hier können Sie die CD bestellen:

BR-Shop: CD „Gefährdete Vielfalt – Leben auf unserem Planeten“
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Mehr Informationen zur Wissens-CD-Reihe von Bayern2 und Weltedition:

Bayerischer Rundfunk/Weltedition: Die ganze Wissens-CD-Reihe im Überblick