Radiomoderation: Rumänien

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In der Maramuresch leben die Menschen nach ihren eigenen Gesetzen. In einer der ursprünglichsten Regionen im Norden Rumäniens, an der Grenze zur Ukraine, wirkt vieles wie aus der Zeit gefallen. Traditionelle Berufe wie Holzfäller, Köhler, Müller, Bauern, Schnapsbrenner, Zimmerleute oder Schmiede sind dort noch die Regel. Die Maramurescher leben nicht nur in ihrer eigenen Zeit. Sie verweigern sich dem Fortschritt, erkennen keine fremden Autoritäten an und haben ihre eigenen Vorstellungen, die seit Jahrtausenden gelten. Auf fröhlichen Friedhöfen spotten sie dem Tod mit frechen Reimen und sehen ihm lachend ins Gesicht, weil sie an die Unsterblichkeit glauben.

Doch ihr Alltag ist geprägt von religiösen Ritualen, die dem Leben einen steten, schwerfälligen und unabänderlichen Rhythmus geben: Pferdewägen und nostalgische Dampflokomotiven bestimmen das Tempo einer Gesellschaft, die in weiten Teilen wie in vergangenen Jahrhunderten lebt. Trotz ihrer Abgeschiedenheit hat die Region auch Probleme: Die Roma-Minderheit fühlt sich genauso diskriminiert wie in anderen Landesteilen Rumäniens. Andrea Mühlberger hat in der Maramuresch nicht nur die Langsamkeit entdeckt, sondern auch Kehrseiten der Idylle.

„Leben in der Zeitlosigkeit – Die entschleunigte Welt der rumänischen Maramuresch“

Breitengrad, Bayern2, am 04.04.2012, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

Sendungsseite beim Bayerischen Rundfunk