Urlauberansturm auf den Kanaren

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Terroristische Anschläge und eine unklare Sicherheitslage zeigen auch bei der Ferienplanung ihre Auswirkung – viele Touristen wollen nicht mehr nach Nordafrika, Ägypten oder die Türkei: Ab nach Spanien!, denken viele Urlauber. 68 Millionen Besucher kamen im letzten Jahr – 2016 werden es noch mehr. Spanien platzt aus allen Nähten. Nach Katalonien und den Balearen sind die Kanarischen Inseln vor der nordwestafrikanischen Küste das beliebteste Reiseziel in Spanien – mit Rekordbesucherzahlen. Mein Beitrag zu diesem Thema auf B5aktuell „Politik und Hintergrund“ am 8.5.2016 – hier noch einmal gesondert nachhörbar.

Radiosendung: Kanarische Literatur

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Logo © BR„Als mich das weite Meer sah, erhob ich den Blick, schaute auf mein Land und dachte daran, nie mehr dorthin zurückzukehren.“ Ein unbekannter Autor verfasste im 16. Jahrhundert diese Textzeile eines Trauergedichts, das zur ältesten und bekanntesten Literatur der Kanarischen Inseln zählt. Das Meer, die einzigartige geografische Lage, aber auch Themen wie Nostalgie, Traurigkeit, unerwiderte Liebe und die Entwurzelung sind seither typisch für das Erzählen der kanarischen Schriftsteller. Nur zwei mündliche Gedichte sind von den Guanchen, den Ureinwohnern, überliefert – Nachfahren spanischer Eroberer prägten den literarischen Stil. Dennoch hat das Erzählen auf den Kanaren einen ganz eigenen Charakter. Kanarische Autoren wie Bartolomé Cairasco de Figueroa, Antonio de Viana, Tomás Morales, Alonso Quesada oder Rafael Arozarena sind in Spanien hoch geschätzt. Und der ewige Frühling hat auch internationale Autoren angezogen. So lebt etwa Janosch zurückgezogen auf Teneriffa und wurde selbst von der Magie der sieben Inseln literarisch inspiriert.

Kanarische Literatur – Geschichten erzählen im ewigen Frühling

Eine Sendung von Christina Teuthorn-Mohr

Bayern2, radioWissen, 22.3.2016, 9:05 Uhr
(Wiederholung am 12.4.2016, 15:05 Uhr)

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Radiomoderation: Westsahara

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Die Vereinten Nationen haben die Westsahara einmal als „letzte Kolonie Afrikas“ bezeichnet. Seit 1975 hält Marokko das Land besetzt, unterdrückt die Ureinwohner, die Sahrauis, und beutet die Ressourcen aus. Von den riesigen Phosphatvorkommen, dem ertragreichen Fischfang und der Windenergie profitieren nur marokkanische Firmen, nicht aber die einheimische Bevölkerung. Seit mehr als zwanzig Jahren schon warten die Sahrauis auf ein Referendum, in dem sie über ihre Unabhängigkeit abstimmen können. Aber inzwischen geht ein Riss durch die sahrauische Gesellschaft: Die einen fordern weiter die Unabhängigkeit, die anderen haben sich mit den marokkanischen Machthabern arrangiert. Die Sendung schildert einen vergessenen Konflikt – von dem auch der Westen profitiert.

Die Westsahara – Afrikas letzte Kolonie

Breitengrad, Bayern2, am 06.08.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn Mohr
Studiogast: Sven Simon, Völkerrechtler der Universität Gießen

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Hier können Sie das Interview mit dem Studiogast nachhören:

https://www.youtube.com/watch?v=dpHFxEAiwW4

Radiomoderation: Jugendarbeitslosigkeit in Spanien

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Rund sechs Millionen Menschen in Spanien geben an, Arbeit zu suchen, aber keine zu finden – etwa jeder Vierte im erwerbsfähigen Alter. Noch dramatischer ist die Situation bei den unter 25-Jährigen, dort findet jeder Zweite keinen Job. Es trifft vor allem – aber nicht nur – schlecht ausgebildete Jugendliche;  auch junge Akademiker suchen ihre Chance verstärkt im Ausland. Schon ist die Rede von einer drohenden „fuga de cerebros“, der Flucht der Gehirne.

Doch solange die spanischen Unternehmen nicht auf die Beine kommen – auch weil es keine Neuorientierung in der Wirtschaft gibt – so lange sind die Aussichten eher bescheiden. Ebenso wie die Perspektiven, aus der gegenwärtigen Lage gar eine „win win“-Situation zu machen – indem beispielsweise Deutschland hilft, das spanische Ausbildungssystem zu modernisieren und zugleich junge spanische, arbeitslose Fachkräfte nach Deutschland zu holen. Entsprechende Modellprojekte sind allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein – und nicht immer von Erfolg gekrönt. Eine Reportage von Reinhard Spiegelhauer

„Jugendarbeitslosigkeit in Spanien – Verlorene Generation und „fuga de cerebros““

Breitengrad, Bayern2, am 21.8.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Europas Separatisten

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Logo © BRKatalonien, Schottland, Südtirol – immer mehr Regionen in Europa streben nach kompletter oder teilweiser Unabhängigkeit. Der Protest richtet sich zwar meist gegen die Nationalstaaten, könnte aber langfristig auch den Zusammenhalt in der Europäischen Union gefährden. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise geht es oft ums Geld: Reiche Regionen fühlen sich nicht länger solidarisch mit ärmeren Landesteilen.
Das Ringen selbstbewusster Regionen nach größtmöglicher Unabhängigkeit trifft die EU unvorbereitet. Für die Aufspaltung eines Mitgliedsstaates gibt es in den europäischen Verträgen keine Regelung. Einziger Weg wäre der Austritt des ganzen Landes und die Rückkehr als mehrere Staaten. Diesem Vorgehen müssten aber alle EU-Mitglieder und die Parlamente zustimmen.

„Absetzbewegungen – Europas Separatisten begehren auf“

Dossier Politik, Bayern2, am 31.10.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Prof. Dr. Berthold Rittberger, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München

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