Radiomoderation: Das Geschäft mit dem Müll

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Rohstoffe werden in Deutschland knapp und damit richtig teuer. Der Müll hingegen wird immer mehr. Und dadurch nicht nur für Umweltaktivisten interessant, sondern auch für die Wirtschaft. Es liegt auf der Hand: aus Müll Rohstoffe zu recyceln. Darum hat sich der Handel mit Sekundärrohstoffen in Deutschland zu einer der wachstumsstärksten Branchen entwickelt.

Ob Verpackungen, Metalle, Papier, Textilien oder Elektro-Altgeräte – das alles sind wertvolle Rohstoffe. In Deutschland werden mit dem Müll Milliarden verdient. Ob Ressourcengewinnung, Klimaschutz oder Energiegewinnung – das Thema Abfall wird immer wichtiger. Indes, es gibt in Deutschland kein einheitliches Müllsystem. Gelber Sack, graue Tonne, blaue Tonne, Wertstoffhof – jede Kommune hat ihr eignes System, viele versuchen selbst in das Geschäft mit dem Müll einzusteigen. Manche Städte wie etwa München leisten sich eine Verbrennungsanlage, jenseits des Ortsschildes kämpft der Verbraucher mit dem Gelben Sack. Das Duale System ist in der Krise. In Müllverbrennungsanlagen wird Energie gewonnen, Strom etwa oder Wärme. Allerdings – viele Müllverbrennungsanlagen sind bei weitem nicht ausgelastet. Deshalb wird in Deutschland vielfach Müll aus dem Ausland hinzu gekauft. Geschätzte 2 Milliarden Euro haben die privaten Unternehmen im letzten Jahr Umsatz gemacht – mit Müll. Mittlerweile stammt jede 7. Tonne unseres Rohstoffverbrauchs aus recyceltem Müll.  

„Müllionen – Das Geschäft mit dem Abfall

Dossier Politik, Bayern2, am 13.08.2014, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5 aktuell, am 17.8., 11-12 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn Mohr

Studiogast: Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe

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Sendung: Atommüll-Zwischenlager in Bayern

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Wer hat schon gern Castoren als Nachbarn? Überall dort, wo die Behälter mit radioaktivem Atommüll in Zwischenlagern stehen, sorgen sich Anwohner um die Sicherheit. Gerade erst hob ein Gericht die Genehmigung für das Zwischenlager Brunsbüttel in Schleswig-Holstein auf – eine Anwohnerin hatte jahrelang geklagt und gesiegt. Auch in Bayern wird Atommüll gelagert – in recht harmlos wirkenden Hallen. Kann das sicher sein?

Das bayerische Umweltministerium und die Atomkraftvertreter haben ein gemeinsames Mantra. Es lautet: „Die Zwischenlager sind sicher.“ Viele Bürger haben trotzdem Angst vor dem Castor von nebenan. Momentan lagern in bayerischen Zwischenlagern insgesamt 93 Castoren. Damit sind die Atommüll-Lager zu rund einem Fünftel gefüllt.

Anfang Juli soll die Suche nach einem Endlager neu beginnen – mit einem eigenen Endlagersuchgesetz. Nur: kein Bundesland will den radioaktiven Abfall haben, dessen Strahlung erst in 100 Millionen Jahren wieder auf ein natürliches Niveau sinkt. Zu erwarten ist eine Endlager-Suche nach dem St. Florians-Prinzip: bloß nicht vor meiner Haustür! Die Anwohner der jetzigen Zwischenlager befürchten bereits, den unliebsamen Nachbarn nie wieder loszuwerden.

„Eine Frage der Sicherheit – der Castor von nebenan“

Funkstreifzug, B5aktuell, am 23.6.2013, 9:15 Uhr und 12:15 Uhr
Eine Sendung von Christina Teuthorn

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Sendung: Atommüll-Endlager

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Das Dossier Politik beschäftigt sich am 19.6. mit der schwierigen Suche eines Endlagers für Atommüll. Darin zwei Beiträge von mir  – über die Sicherheit von Bayerns Atommüll-Zwischenlagern und Atommüll-Verklappung im Atlantik.

26 weitere Castoren sollten ursprünglich in den nächsten Jahren in Gorleben zwischengelagert werden. Jetzt braucht man andere Standorte und schon werden die Gräben zwischen den Bundesländern erneut offensichtlich. Nur zwei Bundesländer sind bereit, die Castoren vorübergehend aufzunehmen. Niemand will den Atommüll vor der eigenen Haustür. Doch solange kein Standort für ein Endlager gefunden wird, liegt der radioaktive Müll genau hier – vor der eigenen Haustür in Zwischenlagern. Sind sie am Ende die einzige Lösung, die politisch durchsetzbar ist?

„Endlose Endlagersuche – Atommüll Nein Danke!“

Dossier Politik, Bayern2, am 19.6.2013, 21-22 Uhr

Moderation: Ina Krauß

Beiträge:

  • Der Castor von Nebenan – Die Zwischenlager in Bayern füllen sich langsam aber stetig und haben noch Kapazitäten frei (bei ca. 30’50)
  • Tickende Zeitbomben – Atommüllfässer im Atlantik (bei ca. 46’20)

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Radiomoderation: Umweltschutz in China

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Logo © BRIm tiefen Südwesten Chinas schlängelt sich der Nu-Fluss durch die Bergwelt der Provinz Yunnan. Er kommt vom tibetischen Hochland und fließt weiter – dann unter dem Namen Salween – bis zur Andamanensee in Myanmar.

Durch hohe Gipfel abgeschnitten von der Außenwelt leben in dem canyonartigen Flusstal seit Jahrhunderten mehrere ethnische Minderheiten nebeneinander: die Lisu, die Nu, die Naxi, Tibeter und andere. Sie sind Buddhisten, Animisten, Katholiken und Protestanten. Der Nu ist ein ethnisch-religiöser Schmelztiegel.

So vielfältig wie die Kulturen ist auch die Natur in der Region. Die Biodiversität hier ist ungewöhnlich groß. Doch die Vielfalt am Nu-Fluss ist massiv bedroht. Chinas Regierung will einen der letzten frei fließenden Flüsse des Landes mit Staudämmen überziehen. Der ökologische und kulturelle Schaden wäre groß. Eine Reportage von Markus Rimmele.

„Bedrohte Vielfalt – Der Nu-Fluss in Südwestchina“

Breitengrad, Bayern2, am 10.4.2013, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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Radiomoderation: Energiewende

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Logo © BRSeit über einem Jahr ist klar: Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Bis 2022 werden alle deutschen Reaktoren abgeschaltet. Bis dahin muss ein Großteil des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Doch gut ein Jahr nach dem Beschluss zum Atomausstieg ist nicht klar, wie die Wende geschafft werden kann, denn es fehlt an der nötigen Steuerung durch die Politik. Im Zuge des EEG, des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind kleinteilige Strukturen entstanden. Photovoltaikanlagen zieren die Haus- und Scheunendächer in Dörfern und Städten; Windparks und Biogasanlagen bestimmen das Landschaftsbild in Deutschland. Die großen Energieversorger geraten bei den erneuerbaren Energien ins Hintertreffen; die Stadtwerke sehen ihre Zeit gekommen, den großen vier den Rang abzulaufen. Die Stromnetze sind dem schnellen Ausbau von Solar- und Windkraft nicht gewachsen. Behindert wird der rasche Ausbau durch die politischen Querelen zwischen Nord- und Südländern. Der Bund tut sich schwer, die Führungsaufgabe bei der Energiewende zu übernehmen. Und für die Verbraucher bedeutet die Energiewende erst einmal steigende Strompreise. So gerät die Energiewende, zunächst von der Mehrheit der Deutschen mitgetragen, zunehmend in Misskredit. Das Dossier Politik zieht eine Zwischenbilanz.

„Ein Schritt vor, zwei zurück – der Tanz um die Energiewende“

Dossier Politik, Bayern2, am 28.11.2012, 21-22 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: ARD-Energieexperte Jürgen Döschner

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Radiosendung: Artensterben

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Logo © BRDer Evolutionsbiologe und Harvard-Professor Edward Wilson malt ein apokalyptisches Szenario: „Nicht einmal die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten wird das Ende dieses Jahrhunderts überleben, wenn die Menschen damit fortfahren, Organismen und Lebensräume zu zerstören.“ Es steht schlimm um die enorme Lebensvielfalt, die die Evolution vor Millionen von Jahren geschaffen hat – auch nach Ansicht des WWF: „Jede Stunde sterben drei weitere Tier- und Pflanzenarten aus. Jeden Tag 70 Arten, jeden Monat 2.100, jedes Jahr über 25.000 verschiedene Lebensformen. Für immer verloren.“

Die Sendung gibt einen Überblick, welche Arten bedroht sind, nennt die Gründe dafür und zeigt, was gegen den Artenschwund getan werden kann und bereits getan wird. Der alternative Nobelpreisträger Professor Michael Succow stellt seine Projekte zum Artenschutz vor.

Rote Liste oder Grüne Vielfalt? Warum immer mehr Arten sterben
Eine Sendung von Christina Teuthorn
Bayern2, radioWissen, 11.10.12, 9 Uhr
(Wiederholung von 2005)

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Radiomoderation: Energiepolitik

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Logo © BR„Deutsches Solar-Debakel“ oder „Schatten über Bitterfeld“ – so oder ähnlich lauteten vergangene Woche die Schlagzeilen, als Q-Cells, der einst weltgrößte Produzent von Solarzellen, Insolvenz anmelden musste – als bereits viertes deutsches Unternehmen in dieser Branche binnen weniger Monate. Kurz davor hatte die Bundesregierung beschlossen, die Förderung von Solarstrom zu kürzen. Das sprichwörtliche „Zwei Schritte vor, einen zurück“ ist Eiltempo im Vergleich zu den Kreisbewegungen der schwarz-gelben Bundesregierung in der selbsternannten „Energiewende“.

„Wende…, welche Wende? Angela Merkels Energiepolitik kommt nicht voran“

Dossier Politik, Bayern2, am 11.4.2012, 21-22 Uhr
Dossier Politik, B5aktuell, am 15.4.2012, 11-12 Uhr

Moderation: Christina Teuthorn
Studiogast: Josef Göppel, MdB, CSU-Umweltexperte

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Radiomoderation: Mexiko

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Eine der größten Städte der Welt kämpft gegen ihre Umweltprobleme: Vier Millionen Fahrzeuge verstopfen von früh bis spät die Straßen von Mexiko-Stadt, tausende Tonnen Müll müssen täglich entsorgt werden, die Wasserversorgung von rund 20 Millionen Menschen ist schwierig. Mit einem grünen Plan will Bürgermeister Marcelo Ebrard das ändern.

„Mexiko-Stadt – ein Moloch denkt um“

Breitengrad, Bayern2, am 21.9.2011, 14-15 Uhr
Moderation: Christina Teuthorn

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